Die Wanderausstellung erinnert an ermordete Menschen mit Behinderung und thematisiert aktuelle Entwicklungen. Foto: Diakoneo/Matthias Rex

Wanderausstellung kehrt zurück

"T4 – Den Menschen einen Namen geben" wird erneut vor der Kirche St. Laurentius in Neuendettelsau gezeigt.


Neuendettelsau, 15.09.2022 – Die Wanderausstellung zum Gedenken an Menschen mit Behinderung, die zwischen 1939 und 1945 im Zuge der „Euthanasie“ im Dritten Reich ermordet worden sind, ist ab Sonntag, 18. September, wieder in Neuendettelsau zu sehen.

„T4“ erinnert an die Tiergartenstraße 4 in Berlin. In diesem Haus haben Nationalsozialisten den Mord an Menschen mit Behinderungen oder psychische Erkrankungen organisiert. Schätzungen rechnen mit insgesamt 270.000 Opfern, die zwischen 1939 und 1945 in staatlichen Heimen ermordet worden sind. Über 1.000 Menschen allein aus den Einrichtungen in Bruckberg, Engelthal, Himmelkron, Neuendettelsau, Polsingen und Schwäbisch Hall. Um diesen grausamen Teil der Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, hält Diakoneo die Erinnerungen mit Gedenkveranstaltungen, Gottesdiensten und Tagungen am Leben. Jetzt eben mit der Wanderausstellung zum Thema „T4“.
„Wir sind uns bei Diakoneo unserer Verantwortung bewusst und schaffen aktiv Berührungspunkte“, sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Mathias Hartmann. Diakoneo arbeite darauf hin, dass alle Menschen ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben in der Mitte der Gesellschaft führen können. „Wir setzten uns aktiv dafür ein, dass niemand aufgrund einer Beeinträchtigung schlecht behandelt oder ausgegrenzt wird“, betont Hartmann.
Zu sehen ist die freizugängliche Open-Air-Ausstellung bis zum 3. Oktober vor der St. Laurentiuskirche in Neuendettelsau.
Weitere Informationen zur Ausstellung gibt der Leiter des Archivs von Diakoneo, Matthias Honold unter Tel.: 09874 8-2590 oder per Mail matthias.honold@diakoneo.de

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