Politik ist auch ein Dauerlauf

Landrat Dr. Jürgen Ludwig stellte sich im Beruflichen Schulzentrum Schülerfragen


Landrat Dr. Jürgen Ludwig informierte im Beruflichen Schulzentrum Neuendettelsau über seine Arbeit. © Diakoneo/Thomas Schaller

Bei seinem Besuch im Beruflichen Schulzentrum in Neuendettelsau gab Landrat Dr. Jürgen Ludwig den Schülerinnen und Schülern nicht nur Einblicke in seine Tätigkeitsfelder, sondern stellte sich auch den Fragen der jungen Leute.

Anlass des Besuchs war der „Tag der freien Schulen“. Im Rahmen dieser bayernweiten Aktion „schenken“ Politiker Schulen Unterrichtsstunden. Die stellvertretenden Schulleiter Dr. Helma Regnat und Benjamin M. Groß begrüßten Landrat Dr. Ludwig im Beruflichen Schulzentrum. Der Landrat gab zunächst ein paar grundsätzliche Infos zum föderalen staatlichen Aufbau Deutschlands und zu seinen Aufgaben. Zum einen übernimmt der Landkreis überörtliche Aufgaben für die Gemeinden, zum anderen gibt es Staatsaufgaben, die den Landkreisen übertragen sind. „Politik ist auch ein Dauerlauf“, meinte er.

Nach seiner Präsentation nahm sich der Kommunalpolitiker Zeit für die Fragen der angehenden Erzieherinnen und Erzieher sowie der künftigen Diätassistentinnen und Diätassistenten. Zunächst ging es um die Zuständigkeiten beim Staatsangehörigkeitsrecht zum Beispiel für Ausbildungs- und Arbeitserlaubnisse.

Eine angehende Diätassistentin fragte, wie man die Arbeitsmöglichkeiten in diesem Bereich noch verbessern könnte. Ludwig sieht hier Bedarf in Krankenhäusern und Medizinischen Versorgungszentren sowie bei Fortbildungsseminaren und Volkshochschulkursen, aber auch bei der staatlichen Gesundheitsvorsorge und im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung. Am wichtigsten sei aber, dem Thema in der Gesellschaft mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Beim Thema Müllbeseitigung appellierte der Politiker vor allem an die Verantwortung des Einzelnen, herumliegenden Müll wie zum Beispiel Zigarettenstummel, zu vermeiden.

Weitere Themen waren die Jugendarbeit, die vom Landkreis in vielfältiger Weise unterstützt wird, und bezahlbarer Wohnraum. Hier gibt es keine einfachen Lösungen, so Dr. Ludwig. Der Landkreis wachse jedes Jahr um etwa 1000 Menschen. Einerseits sei deswegen Wohnungsbau nötig, andererseits müsse man mit den Flächen sparsam umgehen. Zudem sei ein Grundsockel an Kosten untragbar.

Zum Abschied überreichte eine Schülervertreterin noch ein Geschenk zum Dank an Landrat Dr. Jürgen Ludwig für seinen Besuch. 

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