24 Menschen mit Behinderung sind in Oettingen bereits eingezogen


Planer Gerd Ehemann (rechts im Bild) übergab den symbolischen Schlüssel für das neue Wohnhaus in Oettingen an Roswitha Fingerhut (Leitung Wohnen, 2.v.r.), die ihn an die Bewohnervertreter weiterreichte. © Diakoneo/Thomas Schaller

Komplett barrierefrei und rollstuhlgerecht ist das neue Wohnhaus für Menschen mit Behinderung in der Anton-Jaumann-Straße in Oettingen. Jetzt wurde das moderne und innovative Gebäude festlich eingeweiht.

Rund 5 Millionen Euro investierte Diakoneo als Träger in das Wohnhaus. Die Hälfte davon steuerte das bayerische Sozialministerium bei, 372.000 Euro kamen als Zuschuss vom Bezirk Schwaben. Inzwischen sind 24 Frauen und Männer im Alter von 20 bis über 80 Jahren, die zuvor in verschiedenen Wohngruppen in Oettingen gelebt haben, eingezogen. 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass es ihnen gut geht. Durch den Verbindungssteg zwischen beiden Häusern werden Begegnungen möglich und eine größere Gemeinschaft erlebbar. „Wichtig sind uns dezentrale Wohnangebote, die sich an den Bedürfnissen und Wünschen der Bewohnerinnen und Bewohner ausrichten“, sagte der Diakoneo-Vorstandsvorsitzende Dr. Mathias Hartmann bei der Einweihung. Hartmann dankte der Stadt Oettingen und den Nachbarn für das „selbstverständliche Miteinander. Die Bäume, die auf dem Gelände stehen oder auch neu gepflanzt wurden, erinnern an die frühere Streuobstwiese, so dass dieser wertvolle Lebensraum teilweise erhalten werden konnte.

Begrüßt wurden die zahlreichen Gäste von Jürgen Zenker, Vorstand Dienste für Menschen. Die Einweihung zeige, so Zenker, dass Diakoneo Verantwortung für Menschen mit Behinderung in der Stadt Oettingen und im Landkreis Donau-Ries übernimmt und hierbei innovative Konzepte entwickelt und umsetzt. Dazu gehören neben der wegweisenden architektonischen Gestaltung durch das Architektenbüro Ehemann die flexiblen Ausgestaltungsmöglichkeiten der Wohnformen. Damit werden die Anforderungen des Bundesteilhabegesetzes umgesetzt, dessen Ziel ein Wandel von der institutionalisierten Versorgung hin zur individuellen Assistenz ist.

Nach den Grußworten einiger prominenter Gäste führte Roswitha Fingerhut (Leitung Wohnen Polsingen/Oettingen/Gunzenhausen) die interessierten Besucher durch die Räume. 

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