Was macht man als Gruppenleitung in der WfbM?

Du möchtest beruflich noch einmal neu anfangen und suchst eine Tätigkeit mit Sinn, Nähe zu Menschen und echter Wertschätzung? Für viele Menschen kann die Arbeit mit Menschen mit Behinderung genau diese neue Perspektive sein – auch als Quereinstieg nach einer Familienphase oder einem Berufswechsel.

Wir beantworten deine Fragen:

  • wie gelingt der Einstieg als Gruppenleitung in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung?
  • welche Aufgaben und Herausforderungen bringt der Berufsalltag mit sich?
  • warum ist diese Arbeit für viele Menschen besonders erfüllend?
Gruppenleitung in einer WfbM

 

Sebastian Ehrensberger arbeitet seit 2017 als Gruppenleiter in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung von Diakoneo in Himmelkron. Ursprünglich war er als Schreiner in der Industrie tätig. Irgendwann merkte er jedoch, dass ihm in seinem Beruf etwas fehlte.

„Ich wollte stärker mit Menschen arbeiten und etwas Sinnvolles machen“

Über einen Bekannten wurde er auf die Arbeit in einer WfbM aufmerksam. Die Kombination aus handwerklicher Arbeit, Organisation und sozialer Begleitung sprach ihn sofort an. Heute begleitet er Menschen mit Behinderung im Arbeitsalltag, organisiert Arbeitsabläufe und unterstützt die Beschäftigten individuell.

So sieht der Arbeitsalltag in einer WfbM aus

Ein typischer Arbeitstag in der Werkstatt sieht meist so aus:

  • Gemeinsame Planung der täglichen Aufgaben
  • Organisation und Durchführung verschiedener Arbeiten
  • Förderung von selbstständigem Arbeiten
  • Koordination von Arbeitsabläufen
  • Anpassung an unterschiedliche Situationen im Arbeitsalltag
  • Unterstützung bei Problemen und Herausforderungen

Verantwortung und Begleitung

Die Arbeit als Gruppenleitung verbindet praktische Tätigkeiten mit sozialer Verantwortung. Neben den organisatorischen Aufgaben spielt vor allem die persönliche Begleitung eine wichtige Rolle. Ziel ist es, die Fähigkeiten der Beschäftigten zu fördern und sie im Arbeitsalltag individuell zu unterstützen. Gerade diese Mischung aus Organisation, Teamarbeit und direktem Kontakt mit Menschen macht die Tätigkeit abwechslungsreich.

Quereinstieg möglich

Viele Gruppenleitungen kommen ursprünglich aus handwerklichen oder technischen Berufen. Die notwendige sonderpädagogische Zusatzqualifikation kann berufsbegleitend absolviert werden. Wichtig sind vor allem Offenheit, Geduld und Freude an der Arbeit mit Menschen. Für Sebastian Ehrensberger war der Wechsel in die WfbM die richtige Entscheidung. Besonders schätzt er die Vielseitigkeit der Arbeit und die Möglichkeit, Menschen in ihrem Alltag zu begleiten und zu unterstützen.