Pflegeausbildung als Karrieresprungbrett

Warum sich die Generalistische Pflegeausbildung für Schüler*innen mit (Fach-)Abitur lohnt

Gleich nach dem (Fach-)Abitur den richtigen Beruf finden: Das kann eine große Herausforderung sein. Sich dann auf eine Ausbildung zum Beispiel in der Pflege zu konzentrieren macht Sinn. Die Entwicklungsmöglichkeiten sind breit gefächert und die Karrierechancen gut – nicht nur, aber gerade auch für Abiturient*innen.

Von Amanda Marien

"Positive Verwirrung" durch viele Wahlmöglichkeiten

„Der Beratungsbedarf unserer Schülerinnen und Schüler ist größer geworden“, sagt Nicolai Welte, Schulleitung am Diakoneo Bildungszentrum für Pflege in Ansbach.
„Ich lese oft davon, wie viele Studentinnen und Studenten ihr Studium abbrechen oder wechseln. Nicht etwa, weil sie es nicht schaffen, sondern weil sie merken, dass es doch nicht das Richtige für sie ist“, sagt Nicolai Welte. Die vielen Berufsmöglichkeiten, nennt er „positive Verwirrung“. Die sei der Grund, weshalb das Bildungszentrum nun gezielt (Fach)-Abiturientinnen und –Abiturienten ansprechen möchte.

Studienmöglichkeiten im Management, Pädagogik oder in der Wissenschaft

„Wir können ihnen verschiedene Perspektiven aufzeigen und sie auf ihrem Weg unterstützen“, sagt er.
Er erzählt von einer Schülerin, bei der sich im Laufe der Ausbildung gezeigt habe, dass ein Studium in der Pflegepädagogik das passende für sie wäre. „Einem jungen Mann habe ich geraten, ins Management zu gehen, weil er sehr gut mit Zahlen umgehen konnte und ihn so schnell nichts aus der Fassung gebracht hat“, erzählt Welte.

Weiterbildung nach der generalisitischen Pflegeausbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Generalistischen Pflegeausbildung

Nach der Ausbildung folgte das Studium der Pflegepädagogik

Diana Dix hat sich nach ihrem Abitur erstmal gegen ein Studium entschieden und die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin (heute: Pflegefachfrau- bzw. mann) gestartet. „Ich wusste noch nicht genau, wohin mein Weg mich führen wird. Während meiner Ausbildung kam dann doch der Wunsch nach einem Studium bei mir auf“, erzählt sie.
So fing sie nach ihrem Examen ein Pflegepädagogikstudium an der Evangelischen Hochschule in Nürnberg an. Ihr Praxissemester absolvierte sie an der Krankenpflegeschule von Diakoneo in Neuendettelsau. Heute unterrichtet die ausgebildete Pflegepädagogin am Beruflichen Bildungszentrum für Pflege in Ansbach.
Dass sie vor ihrem Studium die Ausbildung gemacht hat, sei für sie sehr wertvoll gewesen, betont sie. „Ich habe den Umgang mit Patienten nicht nur theoretisch, sondern in der Praxis gelernt, das gibt mir den Rund-Um-Blick im Unterricht“, sagt Diana Dix.

Studium nach der Pflegeausbildung
Schulleitung Nicolai Welte und Pflegepädagogin Diana Dix unterstützen (Fach)-Abiturientinnen und -Abiturienten auf ihrem beruflichen Weg in die Pflegebranche. Foto: Amanda Marien

Viele Karrieremöglichkeiten für Pflegekräfte

Ausgebildeten Pflegefachkräften stehen nach ihrer Ausbildung eine breite Palette an Karrieremöglichkeiten zur Auswahl. Mit dem Start der Generalistischen Pflegeausbildung hat Diakoneo den Fokus nochmal stärker auf Weiterqualifizierungen gelegt.

Eine Ausbildung im Vorfeld eröffnet einen ganz anderen Blick auf den Beruf


"Eine Ausbildung im Vorfeld eröffnet einen ganz anderen Blick auf den Beruf“, ist sich auch Schulleitung Nicolai Welte sicher. Bereits im Vorgespräch unterstützt er die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Entscheidung.

Auswahlmöglichkeiten beim Studium

Wer nach der abgeschlossenen Pflegeausbildung studieren möchte, habe mit Studiengängen zum Beispiel im Management, in der Pädagogik oder in der Pflege drei verschiedene Ansätze zur Auswahl.
„Eins ist sicher: Einen zukunftssicheren Beruf hat am Ende jeder von ihnen“, betont Welte.

Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflege

Diakoneo bietet 11 Berufsfachschulen für Pflege.
Mehr zu den Ausbildungsmöglichkeiten und den Standorten:

Ausbildung Pflege

 

 

Diakoneo-Experte
Nicolai Welte, Pflegeschule Ansbach
Nicolai Welte leitet die Berufsfachule für Pflege in Ansbach.
Mehr lesen aus dem Magazin zum Thema Schule&Bildung
Schule im Wandel

Der Schulbetrieb hat während der Corona-Pandemie erlebt, welchen Segen die Digitalisierung bringen kann, aber auch, was sie nicht ersetzt. Realschuldirektorin Gerda Seitzinger-Bürkel schreibt über den Mittelweg zwischen analogem und digitalem Lernen.

Analog oder digital?