Du möchtest einen Beruf, der nah am Menschen ist – und suchst eine Aufgabe, bei der du Kinder in ihrer
Entwicklung wirklich begleiten und unterstützen kannst?
Der Beruf der Heilpädagogik in einer Kindertagesstätte verbindet pädagogische Arbeit, individuelle
Förderung und enge Zusammenarbeit mit Familien und Kolleg*innen
Wir beantworten deine Fragen:
- Wie kannst du den Weg in die Heilpädagogik finden?
- Wie sieht der Arbeitsalltag in einer integrativen Kindertagesstätte aus?
- Wie werden Kinder in Kleingruppen gezielt gefördert und begleitet?
- Welche Rolle spielen Beobachtung, Elternarbeit und Teamarbeit im Alltag?
- Warum hat Inklusion in der Kita eine zentrale Bedeutung?
„Ariane drängelt sich vor“, „Sylvio will mitspielen“, „Benny schubst Till“ – solche Alltagssituationen kannte Corinna Schuppener gut. Sie arbeitete als Sozial- und Heilpädagogin in einer integrativen Kindertagesstätte. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit standen nicht nur einzelne Konflikte, sondern die Gefühle, Bedürfnisse und Entwicklungsschritte der Kinder. Gemeinsam mit ihnen erarbeitete sie Lösungen, stärkt soziale Kompetenzen und begleitete Entwicklungsprozesse.
Welche Aufgaben übernimmt eine heilpädagogische Fachkraft in der Kita?
Heilpädagogische Fachkräfte unterstützen Kinder mit erhöhtem Förderbedarf gezielt in Kleingruppen.
Zu den Aufgaben gehören unter anderem:
- Beobachtung und Förderung von Kindern mit Auffälligkeiten
- Arbeit in Kleingruppen zu Sprache, Motorik oder sozialem Verhalten
- Beratungsgespräche mit Eltern
- Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Team
- Erstellung von Anträgen zur Eingliederungshilfe sowie Entwicklungsberichten
Die Arbeit findet in Kindertagesstätten, Krippen und Kindergärten statt – häufig in inklusiven Einrichtungen, in denen alle Kinder willkommen sind.
Corinna (28) – Von der Erzieherin zur heilpädagogischen Fachkraft
Corinna Schuppener ist sich sicher:
„Das Schönste an meiner Arbeit ist, dass ich nah an den Kindern und Familien dran bin und viel Zeit für sie habe“
Corinna absolvierte zunächst die Ausbildung zur Erzieherin – eine Idee, die durch ihr ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit entstand. Anschließend studierte sie berufsbegleitend „Soziale Arbeit: Erziehung und Bildung im Lebenslauf“ in Teilzeit an der Technischen Hochschule Nürnberg. Der Studiengang baut direkt auf der Erzieher*innenausbildung auf. Inklusion und Heilpädagogik wurden dabei zu ihren Schwerpunkten – mit Fokus auf die frühe Kindheit von 0 bis 6 Jahren. Sie arbeitete als Sozial- und Heilpädagogin in der Integrativen Kindertagesstätte Froschlachkinder in Neuendettelsau und leitete dort verschiedene Kleingruppen.
Der Unterschied zur Erzieherin:
Der Fokus auf das einzelne Kind Während Erzieheri*nnen die gesamte Gruppe im Blick haben – im Kindergarten oft 25 Kinder – konzentrierte sich Corinna Schuppener auf drei bis maximal zehn Kinder in gezielten Fördergruppen.
„Ich beobachte Kinder, die Auffälligkeiten zeigen, und entwickle Fördermaßnahmen"
Die erste Frage lautet dabei immer: Was braucht das Kind, um im Alltag in der Gruppe zurechtzukommen? Geht es um Sprache, Psychomotorik oder soziales Verhalten? Ein Beispiel aus ihrem Alltag ist der „Frechdachsclub" – eine Gruppe, in der Kinder gemeinsam eigene Gefühle und soziale Konflikte bearbeiten. Im „Waldschlaumeier" wiederum erarbeitete sie spielerisch Zahlen und Mengen. Und manchmal ging es ganz einfach ums Backen, Basteln oder Vorlesen – das „Mehr" an Aufmerksamkeit, das Kinder brauchen und spüren. „Corinna, wann treffen wir uns wieder?" – diese Frage hörte sie oft, wenn die Kinder sie sahen. Auch im Alltag stand sie zur Seite: Übergänge vom Spielen zum Essen oder in den Garten fallen manchen Kindern schwer.
„Dann bin ich da, unterstütze mit Tipps und gebe Impulse"
Was sind die Vorteile der Arbeit als Heilpädagogische Fachkraft bei Diakoneo?
„Dank des inklusiven Konzepts sind bei Diakoneo alle Kinder willkommen."
In den Einrichtungen von Diakoneo arbeiten interdisziplinäre Teams aus Kinderpfleger*innen, Erzieher*innen, Heilerziehungspfleger*innen und Heilpädagogischen Fachkräften eng zusammen. Das ermöglicht einen differenzierten Blick auf jedes Kind – und vielseitige Fördermöglichkeiten. Regelmäßige Schulungen und Fortbildungen gehören dabei selbstverständlich dazu.