Gute Ideen aus der Schweiz: Simulationsräume, Virtual Reality und viel Eigenverantwortung beim Lernen


Sieben Praxisanleiterinnen (Anke Berndt, Susanne Grave, Lisa Tasler, Antje Rast, Katharina Schmidtke, Denise Riekeberg, Julia Klement) und drei Lehrkräfte (Nicola Heck, Karin Heckl, Silvia Schick) besuchten das Bildungszentrum für Pflege in Bern. © Bildungszentrum für Pflege in Bern

Die Pflegeausbildung steht vor großen Reformen. Ab September 2020 startet die generalistische Pflegeausbildung. Diese verbindet die Ausbildungen der Alten-, Kinderkranken- und Krankenpflege. Drei Lehrerinnen der Diakoneo Berufsfachschule für Pflege in Nürnberg und sieben Praxisanleiterinnen der Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik besuchten das Bildungszentrum für Pflege in Bern, um sich für die zukünftige Ausbildung Anregungen und neue Ideen zu holen.

Pflegepädagogin Nicola Heck war besonders von den Simulationsräumen des Bildungszentrums beeindruckt: „In Bern können die Auszubildenden in extra dafür nachgestalteten Patientenzimmern verschiedenste Pflegemaßnahmen mit Schauspielern und High-Teck-Puppen einüben. So können sie auch Situationen durchspielen, die eher selten vorkommen und gewinnen Handlungssicherheit für ihren späteren Berufsalltag.“

Dabei nutzen die Schweizer auch pragmatische Methoden: „Um bei den Übungen von einer Pflegesituation schnell in die nächste zu wechseln, gibt es in den Räumen wandbreite Vorhänge, die verschiedene Pflegeumgebungen darstellen, wie etwa ein Patientenzimmer in einer Klinik oder ein Bewohnerzimmer in einem Seniorenheim“, erzählt Nicola Heck. So eine Lösung kann sich die Pflegepädagogin auch gut für Nürnberg vorstellen. Schließlich bildet die Diakoneo Berufsfachschule künftig Pflegekräfte für verschiedenste Einrichtungen aus. Die Praxisanleiterinnen konnten für den Klinikalltag ebenfalls viele Ideen und Eindrücke mitnehmen.

Gut gefallen hat der Gruppe auch der Einsatz von Virtual Reality: „Die Schülerinnen und Schüler in Bern können sich mithilfe einer VR-Brille zum Beispiel ein Herz oder einen Darm von Innen anschauen“, erzählt Nicola Heck. Neben der modernen Ausstattung müssen die Auszubildenden aber auch viel in Eigenverantwortung übernehmen. „Die Ausbildung in der Schweiz entspricht mehr einem Studium. Viele der Aufgaben müssen die Schüler im Selbststudium bearbeiten. Außerdem gehört ein Auslandssemester zur Ausbildung.“

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„Ohne uns Altenpflegehelfer könnte kein Heim überleben“, sagt Dedjane Saglik. Er befindet sich in der Ausbildung zum Altenpflegehelfer an der Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe in Roth. „Während sich Altenpfleger zum Beispiel um die Dokumentation kümmern, können wir Altenpflegehelfer ihnen die pflegerischen Tätigkeiten abnehmen“, erzählt er. Wie Schulleiter Philipp Böhm betont, wird die Ausbildung auch mit dem Start der Generalistik 2020 bestehen bleiben. Ab dem kommenden Schuljahr wird auch die Berufsfachschule für Krankenpflege am Standort Roth erstmals die Ausbildung zum „Krankenpflegehelfer/in“ anbieten, die ebenfalls nach dem Start der Generalistik bestehen bleibt.

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2020 verbindet die Generalistische Pflegeausbildung die bisherigen Ausbildungen der Alten-, Kinderkranken- und Krankenpflege. Mit dem neuen Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ oder „Pflegefachmann“ können die examinierten Fachkräfte dann in allen Pflegebereichen arbeiten. Was bedeutet das für Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflege in Schwabach, die 2019 ihre Ausbildung beginnen?

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