Hochzeitsvorbereitungen sind eine Herausforderung – erst recht mit Behinderung. Beflügelt von Liebe meisterte das Paar aus den Oettinger und Polsinger Einrichtungen für Menschen mit Behinderung diese Aufgabe mit Bravour und erlebte den sprichwörtlich "schönsten Tag ihres Lebens".

Sarah war sich nach vier Wochen sicher, dass sie ihren Martin heiraten möchte. Zwei Jahre und zwei Anträge später war auch er schließlich bereit. Dass Martin sich nicht gleich getraut hat, ist für die emanzipierte Frau kein Problem. Nicht ganz zwei Jahre, aber immerhin zwei Tage ließ sie sich schließlich auch Zeit, um auf seine Liebeserklärung via Facebook zu reagieren. Im Juli dieses Jahres läuteten dann die Hochzeitsglocken.

Heiraten mit Handicap: Sarah und Martin blicken zuversichtlich in die gemeinsame Zukunft

Bevor sich beide in die Vorbereitungen stürzen konnten, musste ein Standesbeamter feststellen, ob Sarah und Martin, trotz ihres Handicaps, die Herausforderungen einer Ehe bewältigen können. Sie können – und sie wollen! Dieser Eindruck blieb dem Standesbeamten nicht lange fern, schließlich kannte er die Verliebten doch schon eine Zeit lang. Mit dem Antrag auf Eheschließung war die Sache besiegelt.

Traum aus pinken Orchideen: Sarahs Brautstrauß

Das Paar hatte zunächst eine grobe Vorstellung davon, wie ihr großer Tag aussehen sollte. Doch die Arbeit steckte im Detail. Und deshalb packten alle mit an: Mitarbeitende der Einrichtung, Sarahs beste Freundin und weitere Heimbewohner halfen gerne mit und hatten für 63 geladene Gäste einiges zu organisieren. Martin bekam Unterstützung von seiner Betreuerin, Sabine. Sie war auch dabei als er seinen Anzug ausgesucht hatte. Blumenschmuck, Deko und die Einladungskarten nahm die künftige Braut selbst in die Hand. Den Brautstrauß aus weißen, rosa und roten Rosen und pinken Orchideen durfte Martin abholen. Sarah hatte ihn sich zuvor ausgesucht.

Traum aus pinken Orchideen: Sarahs Brautstrauß

Ein besonderes Datum für einen besonderen Tag

Am 7. Juli 2017 war es soweit – es war der Tag der Hochzeit. Das Paar feierte im Garten der Wohngemeinschaft in Polsingen, in der Sarah lebt. Die Trauung bei strahlendem Sonnenschein und begleitet von Sarahs Lieblingsliedern ging wie im Rausch an ihr vorbei. Zu nervös war sie, um alles realisieren zu können. Als sie ihrem Angetrauten das Jawort gab, war sie dennoch ganz ruhig:

"Ich war bei Martin und alles war gut."

Sarah aus Polsingen

Unvergesslich für ihren Mann war der Hochzeitstanz. "Drei Nüsse für Aschenbrödel" hatten sie sich für diesen besonderen Moment gewünscht und zur Erinnerung auf Video festgehalten. Überwältigt von Gefühlen, überhäuft von Geschenken und überschwemmt von WhatsApp Glückwünschen bis in die späte Hochzeitsnacht, hätten sich beide den schönsten Tag im Leben nicht schöner vorstellen können.


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