Delegation aus Polen besuchte die Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Neuendettelsau

Großes Interesse an der Arbeit von Menschen mit Behinderung zeigte eine 30-köpfige Delegation aus Polen. Heidrun Grüne führte die Besucher durch die Werkstatt der Diakonie Neuendettelsau.

Wie unterscheiden sich die Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) in Deutschland und Polen? Im Rahmen dieser Fragestellung besuchte eine 30-köpfige Delegation aus Polen die Werkstatt der Diakonie Neuendettelsau, durch die sie die Leiterin der Arbeit und Tagesstruktur, Heidrun Grüne, führte.

In der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) in Neuendettelsau sind derzeit 173 Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung beschäftigt, die aufgrund ihrer Behinderung nicht auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten können.

Die Delegation aus Polen informierte sich in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Diakonie Neuendettelsau.

Wie genau es hinter den Kulissen aussieht, erfuhren die Besucherinnen und Besucher aus Polen, die selbst aus ganz unterschiedlichen Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen Polens kommen. Sie erlebten wie in den Arbeitsgruppen der WfbM unterschiedliche Montage- und Verpackungsarbeiten ausgeführt werden. Unter anderem besichtigten sie die Schreinerei, in der Auftragsarbeiten oder eigene Produkte für den Verkauf in Werkstattläden angefertigt werden. „Vom Rohprodukt, über den Zuschnitt, bis hin zur Fertigstellung entwickeln wir die Produkte nachfrageorientiert“, erläuterte Helmut Freitag, der Beschäftigte in der Schreinerei unterstützt.

Während der Führung erhielt die Besuchergruppe Einblicke in den täglichen Arbeitsablauf, die Tagesstruktur und die Herstellung der Werkstattprodukte. Bei ihrem Rundgang lernten die Besucher jede Gruppe kennen und kamen auch mit den Beschäftigten und Mitarbeitenden ins Gespräch.

„In Deutschland hat jeder das Recht auf Arbeit und Teilhabe in der Gesellschaft. Deshalb wird in unserer Werkstatt durch verschiedene Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen die individuelle Leistungsfähigkeit und Persönlichkeit der Beschäftigten entwickelt“, erläuterte Grüne. Zum Schluss stellten sie und die Mitarbeitenden den Besucherinnen und Besuchern einige Organisationsbeispiele vor, erklärte unter Anderem wie sich die Unterstützte Kommunikation im Umgang mit Menschen mit Behinderung bewährt.

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