Gewaltschutz und Verantwortung
Der Schutz vor Gewalt hat für uns höchste Priorität. Wir tragen Verantwortung für alle Menschen, die bei uns leben, arbeiten oder betreut werden. Unser Ziel ist es, sichere Orte zu schaffen, an denen Würde, Respekt und persönliche Integrität jederzeit gewahrt bleiben. Gewaltschutz verstehen wir dabei nicht nur als gesetzliche Verpflichtung, sondern als festen Bestandteil unserer Haltung und unseres täglichen Handelns.
Gewalt kann viele Formen haben, körperlich, psychisch, verbal, sexualisiert oder strukturell. Sie liegt immer dann vor, wenn die Würde oder die persönlichen Grenzen eines Menschen verletzt werden. Auch subtile Grenzverletzungen oder Machtmissbrauch nehmen wir ernst. Entscheidend ist die Wahrnehmung der betroffenen Person.
Kontakt
Sebastian Haupt und Christine Hettich
Telefon: +49 9874 8-2601 oder -6428
E-Mail: gewaltschutz@diakoneo.de
Unser Gewaltschutzkonzept
Unser Gewaltschutzkonzept basiert auf einem verbindlichen Rahmengewaltschutzkonzept, das für alle Bereiche und Einrichtungen von Diakoneo gilt. Es wurde auf Grundlage der Vorgaben von Kirche und Diakonie entwickelt und orientiert sich an den gesetzlichen Anforderungen zum Schutz vor (sexualisierter) Gewalt.
Alle Einrichtungen sind unter anderem verpflichtet, auf dieser Basis eigene Gewaltschutzkonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Dazu gehören insbesondere:
- die Erstellung individueller Interventionspläne
- die Benennung von Präventionsbeauftragten als feste Ansprechpersonen
- die Sicherstellung von transparenten und zugänglichen Meldewegen
- regelmäßige Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen für Mitarbeitende
So wird gewährleistet, dass Gewaltschutz nicht nur konzeptionell verankert ist, sondern im Alltag gelebt wird. Unser Ansatz umfasst dabei vier zentrale Bausteine:
Meldewege
Wenn Sie Gewalt, Grenzverletzungen oder unangemessenes Verhalten beobachten oder selbst betroffen sind, können Sie sich jederzeit an uns wenden. Meldungen werden vertraulich behandelt und sorgfältig geprüft. Dabei stehen der Schutz der betroffenen Personen und ein verantwortungsvolles, strukturiertes Vorgehen im Mittelpunkt.
Unsere Kontaktstellen nehmen Hinweise – insbesondere zu Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung – entgegen und unterstützen fachlich bei der weiteren Klärung, Intervention und Aufarbeitung.
Kontaktstellen
Wenn Sie unsicher sind, sich nicht an die Leitung wenden möchten oder anonym bleiben wollen, können Sie sich auch direkt an die Zentrale Fachstelle Gewaltschutz von Diakoneo wenden. Diese nimmt Meldungen vertraulich entgegen, bewertet sie fachlich und sorgt dafür, dass sie – unter Wahrung des Schutzes der betroffenen Personen – an die zuständigen Stellen weitergeleitet werden.
Sebastian Haupt und Christine Hettich
Tel: +49 9874 8-2601 oder -6428
Mail: gewaltschutz@diakoneo.de
Die externe Meldestelle der Diakonie Bayern steht ebenfalls zur Verfügung und ist für alle Einrichtungen und Dienste zuständig (ausgenommen der evangelische KITA-Bereich).
Andrea Carl und Eva-Maria Mensching
Tel: +49 911 9354-442 oder -267
Mail: meldestelle-sg@diakonie-bayern.de
Zuständig für Kirchengemeinden, Einrichtungen und Diensten der Evangelischen Kirche Bayern sowie dem Ev. Kita-Bereich.
Stephanie Betz und Carola Reichl
Tel: +49 89 55 95 342
Mail: meldestellesg@elkb.de
Zuständig für Evangelische Schulen und Internate in Bayern.
Rita Freund-Schindler
Tel: +49 911 244 11 13
Mail: r.freund-schindler@essbay.de
Die externe Meldestelle der Diakonie Württemberg steht für alle Einrichtungen in Baden Württemberg zur Verfügung.
Monika Memmel
Tel: +49 711 1656462 oder +49 175 6803117
Mail: meldestelle@diakonie-wuerttemberg.de
Hilfe für Betroffene
Darüber hinaus stehen in unseren Einrichtungen weitere vertrauliche Ansprechmöglichkeiten zur Verfügung, z. B. Fachdienste, Seelsorge oder psychologische Beratung. Diese können bei Unsicherheiten zunächst unterstützend beraten und unterliegen in der Regel keiner Meldepflicht.
Weitere Hilfen für Betroffene:
- Zentrale Anlaufstelle help
Tel: 0800 5040 112 (anonym & kostenfrei)
www.anlaufstelle.help - TelefonSeelsorge
Tel: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
www.telefonseelsorge.de - Bayern gegen Gewalt
www.bayern-gegen-gewalt.de
Hinweis zur Aufarbeitung vergangener Erfahrungen
Auch wenn Sie Gewalt oder Grenzverletzungen in der Vergangenheit in unseren Einrichtungen erlebt haben, können Sie sich jederzeit an uns wenden. Wir nehmen auch zurückliegende Erfahrungen ernst und bieten die Möglichkeit, darüber zu sprechen, Unterstützung zu erhalten und wenn gewünscht Schritte zur Aufarbeitung einzuleiten.