Diätassistentinnen veranstalteten einen Workshop über Essstörungen am Laurentius-Gymnasium

Magersucht, Bulimie und Binge-Eating: Gerade junge Mädchen laufen Gefahr, an einer Essstörungen zu erkranken. Um darüber aufzuklären entwickelten die Schülerinnen der Berufsfachschule für Diätassistenten einen Ernährungsworkshop für die 7. Klassen des Laurentius-Gymnasiums Neuendettelsau.

Kurz vor den Ferien organisierte das Laurentius-Gymnasium der Diakonie Neuendettelsau einen Gesundheitstag für die 7. Klassen. Sport und Aufklärung standen dabei im Mittelpunkt der Aktionen, die in Kooperation mit der Berufsfachschule für Diätassistenten (BFSD) erarbeitet wurden.

„Der Hintergrund unserer Kooperation sind die Entwicklungen in der heutigen Gesellschaft“, erklärte Bettina Schumann-Flemmer (BFSD). „Nahezu überall werden wir mit Schönheitsidealen oder Diäten konfrontiert. Um diesen zu entsprechen laufen gerade junge Mädchen Gefahr, an einer Essstörung, wie Magersucht, Bulimie oder Binge-Eating zu erkranken“, so Schumann-Flemmer. Da die krankhafte Sucht schlank zu sein, schlimmstenfalls mit dem Tod enden kann, führten die beiden Schulen einen Workshop durch, der über Essstörungen aufklärte. Die Projektinhalte erarbeiteten die BFSD-Schülerinnen. 

Von links: Katharina Kiowski, Büsra Kocaman und Franziska Schuster erarbeiteten den Workshop zum Thema „Essstörungen“ mit den Schülerinnen der 7. Klasse des Laurentius-Gymnasiums.

Sie starteten mit einem gemeinsamen Frühstück im Klassenzimmer der Siebtklässlerinnen. Hinterher erklärten sie im Dialog, aus welchen Gründen sich Essstörung entwickeln können. „Nicht immer entstehen Essstörungen durch ein falsches Schönheitsideal. Auch eine Trennung, Verlustängste oder ein geringes Selbstwertgefühl spielen eine wichtige Rolle“, erklärten Katharina Kiowski, Büsra Kocaman und Franziska Schuster, die sich im 2. Ausbildungsjahr befinden. „Die Patienten verlieren die Kontrolle über etwas in ihrem Leben. Der Körper ist jetzt das einzige, das sie allein in der Hand haben“, erklärte Franziska Schuster. Anhand von Beispielen erläuterten sie die Symptome und Anzeichen der Krankheiten. „Viele leiden an einer Körperwahrnehmungsstörung. Sie sehen sich zu dick, obwohl sie schon untergewichtig sind. Im Laufe der Krankheit ziehen sie sich auch immer mehr zurück, damit niemand von ihrer Krankheit erfährt“, erläuterten die drei Auszubildenden. Zum Schluss gaben sie Tipps zum Umgang mit einem Erkrankten und stellten mögliche Auswege aus der Krankheit vor.

„Das Projekt bietet unseren angehenden Diätassistentinnen eine tolle Möglichkeit, Beratungserfahrungen zu sammeln, da sie Lerninhalte der Ernährungspsychologie und Ernährungsberatung mit den Schülerinnen umsetzen“, meinte Schumann-Flemmer.

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