Der 17. November soll international auf die besonderen Bedürfnisse von Frühgeborenen aufmerksam machen. Auf der ganzen Welt setzen an diesem Tag Menschen ein Zeichen der Solidarität.

Frühchen im Diakoneo Diak Klinkum
Prof. Dr. Andreas Holzinger, Chefarzt und Bärbel Braun, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, Frühgeborenen- und Intensivpflege am Diakoneo Diak Klinikum © Diakoneo

In Deutschland wird etwa jedes zehnte Kind als Frühchen geboren. Hochgerechnet sind das jährlich 65.000 Kinder, die vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen. Weltweit sind es etwas mehr 15 Millionen jährlich. Das Diak Klinikum in Schwäbisch Hall betreut mit seinem Perinatalzentrum Level 1 Frühgeborene und Risikoschwangerschaften. Speziell ausgebildete Pflegefachkräfte, Ärztinnen und Ärzte kümmern sich 24 Stunden, 7 Tage die Woche in der Frauenklinik und auf der Kinderintensivstation um diese Kinder, falls deren Start ins Leben anders als geplant verläuft. „Pro Jahr werden bei uns mehr als 1.500 Kinder geboren. Die besondere Versorgung und Betreuung von Frühgeborenen hat dabei einen wichtigen Stellenwert, das schließt die familiäre Einbindung der Eltern mit ein“, so Chefarzt und Neonatologe Prof. Dr. Andreas Holzinger.

Noch immer erschwert die Corona-Pandemie die Geburtssituation für werdende Eltern und auch die Zeit danach - ganz besonders, wenn das Leben eines Kindes zu früh beginnt. Die Einhaltung von Corona-Regeln haben Auswirkungen auf Frühgeborene, Eltern und Geschwister. Wegen der Pandemie ist in vielen Ländern der Körperkontakt zwischen Eltern und ihren Babys eingeschränkt, mahnt auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf.

Wie Eltern, Großeltern und Geschwister trotz Corona nahe sein können

Das sei vorweggenommen: der körperliche Kontakt mit dem Neugeborenen oder das sogenannte „Känguruhen“, bei dem das Kind in speziellen Stühlen auf der Brust der Eltern liegen kann, ist durch nichts zu ersetzen. Im Diakoneo Diak Klinikum hat man sich jedoch während der noch immer anhaltenden Pandemie Gedanken gemacht, wie können Eltern und Familienangehörige den neuen Erdenbürger sehen, wie kann ein erstes Kennenlernen für alle ermöglicht werden? Die Kinderklinik plant deshalb die Anschaffung von Spezialkameras, die auf der Frühchenintensivstation angebracht werden. Diese ermöglichen den Eltern, ihr Kind auf dem Handy oder Computer live sehen zu können. So kann Digitalisierung einen großen Schritt zur aktiven Bindung beitragen.

Eine Idee in der Umsetzung

Die Initiatoren der Klinik tauschen sich nun eng mit den Medizin- und Pflegekräften im eignen Haus aus und suchen Kontakt zu Kinderkliniken, die ein solches System bereits eingeführt haben. Wichtige Fragen hierbei sind: was muss datenschutzrechtlich beachtet werden? Wie kann ein solches System in den Stationsalltag eingebunden werden und wie nehmen die Kolleginnen und Kollegen ein solches System in ihrem Arbeitsalltag wahr? „Aber Babywatch, so wird dieses Kamerasystem genannt, ist keine verrückte Idee, sondern je länger wir uns damit befassen, desto sicherer sind wir, dass es ein wichtiger Bestandteil unserer familienorientierten Rundumversorgung werden wird. Das entnehmen wir auch den Gesprächen mit Eltern.“, ist sich Chefarzt Professor Holzinger sicher. Schon bald soll das Projekt realisiert werden. Unterstützung findet die Klinik für Kinder und Jugendliche dabei beim Förderverein beuteltigerstark.de sowie bei betroffenen Eltern und Familienmitgliedern.

Wir alle hoffen, dass wir den Welt-Frühgeborenen-Tag 2022 wieder mit Aktionen, Symposien und Treffen von Frühgeborenen und ihren Familien begleiten können.

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