Berufsfachschule für Altenpflege in Roth organisierte einen Reanimationskurs

In den Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe der Diakonie Neuendettelsau in Roth wird in jedem Schuljahr die Reanimation besprochen, sodass jeder Absolvent der Schule mehrmals während seiner Ausbildung Gelegenheit hat, diese wichtige lebenserhaltende Maßnahme zu üben.

Täglich erleiden 270 Menschen in Deutschland einen Herzstillstand. Die Helferrate ist bei Herzstillständen mit nur jedem Fünften sehr niedrig, lernten die Schülerinnen und Schüler im Unterricht. Bei einem Herz- und Kreislaufstillstand ist es aber unerlässlich, schnell zu handeln: Bereits nach etwa drei Minuten wird das Gehirn nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt, sodass dort irreversible Schäden auftreten. Man darf nicht auf den Krankenwagen warten, denn der kommt frühestens nach sieben Minuten, rieten die Dozenten und ermunterten die Schülerinnen und Schüler, keine Scheu vor der Reanimation zu haben.

Alle Schülerinnen und Schüler des 3. Ausbildungsjahrs übten mit Feuereifer die lebenswichtige Reanimation, wobei der begleitende Song „Stayin‘ Alive“ der Bee Gees ein guter Rhythmusgeber war.

„Die Reanimation ist nicht schwer, und man kann kaum etwas falsch machen. Der einzige Fehler ist es, nichts zu machen“, so Dozentin Dr. Susanne Honig. Für die richtige Vorgehensweise gibt es den Dreiklang „Prüfen Sie – rufen Sie – drücken Sie“. Zunächst müsse der Ersthelfer prüfen, ob die Person noch atmet. Dann sollte unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 der Rettungsdienst gerufen werden. Am besten sei es natürlich, wenn eine andere Person den Rettungsdienst ruft, weil dann der Ersthelfer bereits mit der eigentlichen Reanimation beginnen könne. Dabei legt der Helfer eine Hand auf die Mitte des Brustkorbes, legt die andere Hand darüber und beugt sich senkrecht über den Brustkorb. Dann beginnt man fest und schnell etwa 100 Mal pro Minute auf den Brustkorb zu drücken. Diese Herzdruckmassage sollte durch eine Mund-zu-Mund-Beatmung ergänzt werden. Empfohlen wird eine zweimalige Beatmung nach dreißig Brustkorbkompressionen. Diese wird so lange wiederholt, bis Hilfe eintrifft.

Auch was die Schülerinnen und Schüler tun können, wenn der Herzstillstand in einem Bett eintritt, lernten sie: Hier müsse entweder der Patient aus dem Bett gehoben oder zumindest eine entsprechend steife Unterlage, evtl. ein Rutschbrett, unter den Körper geschoben werden.

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