Neues Hinweisschild für die Gottesdienste des Hans-Roser-Hauses entwickelt

„Gottesdienst – wir bitten um Ruhe“ besagt ein Schild, das vor einem Zimmer im Hans-Roser-Haus der Diakonie Neuendettelsau in Roth steht. Hier finden regelmäßig Gottesdienste außerhalb der Kapelle statt, zum Beispiel für Menschen die bettlägerig sind. Entwickelt wurde das Hinweisschild von den Betreuungskräften und Diakon Manfred Riedel.

„Gott kommt mitten hinein in unseren Wohnbereich. Gottes Geist der Liebe ist mitten unter uns“, begrüßt Diakon Manfred Riedel die Bewohnerinnen und Bewohner eines Wohnbereiches im Seniorenheim Hans-Roser-Haus in Roth. Sie haben sich zu einem Hausgottesdienst dort eingefunden, wo sie auch ihre Mahlzeiten einnehmen. So können Bewohner teilnehmen, für die der Weg in die Kapelle zu beschwerlich oder zu unsicher ist. Selbst Bettlägerige können in den Gemeinschaftsbereich gebracht werden. Andere, die der Kirche etwas ferner sind, kommen manchmal mit ihrem Rollstuhl und hören neugierig um die Ecke aus einem Nebenraum oder vom Gang aus zu. „Auch Angehörige feiern gerne mit, wenn sie gerade zu Besuch sind“, erzählt Diakon Riedel. Der alltägliche Pflegebetrieb läuft dabei weiter. Unterstützt wird Manfred Riedel durch die Mitarbeiterinnen in der Betreuung.

„Gottesdienst. Wir bitten um Ruhe!“ steht auf dem Aufsteller. Im Hans-Roser-Haus der Diakonie Neuendettelsau in Roth finden viele Gottesdienste außerhalb der Kapelle statt. Der neue Aufsteller soll Vorbeikommende darauf hinweisen.

Damit alle sofort erkennen, dass Gottesdienst ist, haben Diakon Riedel und die Mitarbeiterinnen einen Hinweisaufsteller entwickelt. „Wenn der Gottesdienst außerhalb der Kapelle stattfindet, entsteht ein heiliger Raum mitten im Wohnbereich. Darauf soll mit dem Schild hingewiesen werden“, erklärt Riedel. Für Petra Helmschrott ist dieser Gottesdienst außerhalb der hauseigenen Kapelle eine wichtige Ergänzung des geistlichen Lebens im Haus. „Unsere Bewohner schätzen sehr, dass auch in ihrem vertrauten Wohnbereich geistliches Leben stattfindet“, meint Petra Helmschrott, Mitarbeiterin der sozialen Betreuung.

Nachdem der Seelsorger alle persönlich begrüßt hat beginnt der Gottesdienst mit Kirchenglocken. Die Senioren kommen durch den Klang der Glocken zur Ruhe und sitzen andächtig in der Runde. Auch das Orgelvorspiel über Smartphone und Bluetooth-Lautsprecher stimmt sie auf die besinnliche halbe Stunde ein. Für Diakon Manfred Riedel ist es dabei wichtig, bekannte Lieder zu singen, gemeinsam das Glaubensbekenntnis zu sprechen und das Vaterunser zu beten. „Die Bewohner sollen darin einen Anker des Vertrauten haben. Bei diesen Gottesdienstelementen beteiligen sich alle“, so Riedel.

Für Einrichtungsleiter Bodo Steinheimer sind die zusätzlichen Gottesdienste in den Wohnbereichen ein Geschenk für das Haus und die Bewohner. „Der Einsatz eines zusätzlichen pastoralen Seelsorgers durch die Diakonie Neuendettelsau, ergänzt in wunderbarer Weise die wertvolle Arbeit der Kirchengemeinden vor Ort für unsere Bewohner“, so Steinheimer.



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