Konferenz der VEDD-Ältesten und Geschäftsführer in Neuendettelsau


Die Ältesten und Geschäftsführer des Verbands Evangelischer Diakonen-, Diakoninnen und Diakonatsgemeinschaften in Deutschland (VEDD) kamen zu ihrer Jahrestagung in Neuendettelsau zusammen. © Diakoneo/Thomas Schaller

Kurz bevor die Corona-Pandemie solche Zusammenkünfte unmöglich machte, trafen sich die Ältesten und Geschäftsführer des Verbands Evangelischer Diakonen-, Diakoninnen und Diakonatsgemeinschaften in Deutschland (VEDD) in Neuendettelsau.

Bei ihrer Jahrestagung nutzten sie die Chance zum bundesweiten Austausch über die unterschiedlichen Größen, Strukturen und Situationen der 21 Gemeinschaften hinweg, um diese kollegial weiterzuentwickeln.

In der ersten Beratungsrunde wurden verschiedene Formate, Angebote und Aktivitäten ins Spiel gebracht. Dazu gehören zum Beispiel ein Dankestag für Schwestern und Brüder ab 80, Netzwerktage für Mitglieder oder regionale Stammtische und Beziehungsnetze. Auch das „Probier‘s-Mahl“, bei einem gemeinsamen Essen unter dem Motto „talk and eat“ ins Gespräch zu kommen, passt als Tischgemeinschaft in dieser neuen Form und Ausgangspunkt für neue Beziehungen gut in die Zeit.

Den Blick in die Zukunft brachte Bruder Peter Dienst von der Rummelsberger Gemeinschaft mit seinem Impulsreferat als erfahrener Personalentwickler und Beobachter gesellschaftlicher Entwicklungen ein: „Wir befinden uns in Aushandlungsgemeinschaften“, meinte er. Ein Wertebild werde nicht von einer Generation auf die nächste übertragen beziehungsweise übernommen. Die Folge seien Traditionsbrüche.

Die Gemeinschaften befinden sich in einem Umbruch – ob sie wollen oder nicht. Die Zukunfts- und Aufbruchsfrage sei, wie man sich in veränderten und auch neuen digitalen Räumen bewege, in denen auch veränderte Regeln gelten.

Für die Diakoninnen und Diakone schlug Dienst ein zukunftsfähiges Stellenprofil vor, das sich von rein innerkirchlichen Räumen löst hin zu einem Gemeinwesen, in dem sich Kirche, diakonische Träger und die zugehörigen Menschen gemeinsam und mit anderen bewegen. Dafür gebe es zwar noch keine Rezepte, aber mit der doppelten Qualifikation hätten Diakoninnen und Diakone eine gute Grundlage.

Dietmar Motzer, kaufmännischer Vorstand bei Diakoneo, berichtete vom erfolgreichen Zusammenschluss der Diakonie Neuendettelsau mit dem Diak Schwäbisch Hall zum neuen Träger Diakoneo. Der Historiker Matthias Honold schilderte, wie wichtig das Unternehmensarchiv für die Geschichtsschreibung ist. Pfarrer Dr. Peter Munzert erläuterte das Ziel der Diakonenausbildung, dass in jeder Einrichtung von Diakoneo Mitarbeitende mit einer diakonisch-theologischen Qualifikation arbeiten sollten. Aktuelle Lesetipps dazu sind das Buch des VEDD „Diakonische Unternehmen und Gemeinschaften – Partner für eine gelingende Diakonie“ und das Buch „Zukunftsperspektiven diakonischer Unternehmenskultur“, das vom Diakoneo-Vorstandsvorsitzenden Dr. Mathias Hartmann mit herausgegeben wurde.

Im Geschäftssitzungsteil ging es unter anderem darum, wie die Kompetenzmatrix 2.0 und das Glossar in die Studien- und Ausbildungsgänge einzubringen sind, die neue Homepage des VEDD und den neuen VEDD-Newsletter.

Einen herzlichen Dank richteten die Veranstalter an den Vorstand und die Mitarbeitenden von Diakoneo sowie an die Schwestern und Brüder der Gemeinschaft mit Schwester Roswitha Buff an der Spitze.

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