Kollegen, Freunde und Weggefährten verabschieden Ulrike Hahn von der Diakoneo Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule.

Die Leiterin der Diakoneo Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule in Ansbach, Ulrike Hahn, ist in den Ruhestand verabschiedet worden. Mit Gottesdienst und Empfang verabschiedeten sich Kollegen, Freunde und Weggefährten von der Ansbacherin, die vor 38 Jahren ihre Karriere in Neuendettelsau begonnen hat und nun bei Diakoneo beendet.

„Ich kann, weil ich will was ich muss.“ 38 Jahre Berufsleben bei Diakoneo hat dieser Satz geprägt. Ulrike Hahn, die nun scheidende Leiterin der Diakoneo Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule (JHP) in Ansbach, sagt das im Nachhinein selbst: „Für mich war es ein Dreiklang.“ Einer, der sie immer wieder zu neuen Aufgaben geführt hat. Mal spannend wie der „Mobile Sonderpädagogische Dienst“, mal nicht ganz freiwillig wie ihre Zeit in Herrieden, mal fordernd wie die letzten zwei der sechs Jahre als Schulleiterin. Am liebsten aber war ihr die Zeit in den schulvorbereitenden Einrichtungen. „Die Arbeit mit den Zwergen ist einfach meins“, sagt die Sonderschuloberlehrerin.

Und so mancher dieser „Zwerge“ macht seinen Weg. „Sie haben die Zukunft vieler Kinder entscheidend beeinflusst“, sagt die Bürgermeisterin der Stadt Ansbach, Elke Homm-Vogel bei der offiziellen Verabschiedung in der JHP-Aula. Und nicht nur das: die Harley-Davidson-Fahrerin hat so manches ausbalancieren müssen. Dr. Mathias Hartmann, Vorstandsvorsitzender von Diakoneo, spielt auf das gemeinsame Hobby an. Motorradfahrer müssten ihre Maschine im Griff haben, vorausschauend fahren und Kurven gut nehmen können. Dafür brauche man Fähigkeiten, die auch Schulleitern nützen - und Ulrike Hahn alle mitgebracht habe. Und zwar an vielen Station. Die geschäftsführende Leitung Schulen/Bildungseinrichtungen, Ina Strickstrock, würdigt diese Lebensabschnitte, die rund um Frau Hahns Heimatstadt Ansbach kreisten. „Ich danke Ihnen von Herzen für das langjährige gemeinsame unterwegs sein“, sagte Hartmann vor der Entpflichtung.

Es könnte aber auch noch weitergehen. Robert Lenz, stellvertretender Sachgebietsleiter Förderschulen in der Bezirksregierung, hat schon eine Idee: „Solltest Du merken, dass Dir die Schüler fehlen …“, bringt er seine Abteilung ins Spiel. Ihr sei es zu verdanken, dass die Schule ein etablierter Standort sei. Für die gehe jetzt „eine Ära zuende“, wie Lenz bemerkte. Zu sehen ist das auch in der Aula. Nicht nur, dass alle – corona-bedingt begrenzten – Plätze besetzt sind. Nicht nur, dass das Kollegium mit Musikeinlagen für den würdigen Rahmen sorgt. Nicht nur, dass anschließend gemeinsam mit Freunden und Familie beim Empfang viel geredet, viel gelacht und viel erinnert wird: Alle gemeinsam verabschieden Ulrike Hahn mit stehenden Ovationen.

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