Gemeinsamer Aktionstag fand für die 6. und 7. Jahrgangsstufen statt

Kinder und Jugendliche werden heutzutage mit Smartphones, Laptops und Internet groß. Unter dem Motto „Together for a better internet“ fand ein Aktionstag am Löhe-Campus der Diakonie Neuendettelsau statt. Einen Vormittag lang informierten Experten alle 6. und 7. Klassen der Laurentius-Realschule und des Laurentius-Gymnasiums über Datensicherheit im Netz.

„Was meint ihr, welche Daten hat eure Schule über euch gesammelt?“, fragt Datenschutz-Beauftragter Rudi Kramer die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse des Laurentius-Gymnasiums. Sofort schnellen ein paar Arme in die Höhe. Die Schüler haben viele Vorschläge. Unter den Antworten befinden sich neben dem eigenen Namen, die Anzahl an Geschwistern oder die Adresse auch die Kontonummer der Eltern. „Die Augenfarbe ist für die Schule nicht wichtig, oder?“, hakt Kramer weiter nach. Dann zeigt er den Jungen und Mädchen einen Videoclip, in dem ein Pizzalieferdienst Zugang zu den Bankdaten und Krankenkassendaten eines Mannes hat, der eine Pizza bestellen möchte. Aufgrund der Informationen rät er ihm zu einer gesünderen und günstigeren Pizza. „Findet ihr es okay, dass der Lieferdienst weiß, wie schwer der Mann ist oder wie viel Geld er auf dem Konto hat? Ist doch ein cooler Service, oder?“, fragt Kramer. Die Schüler zögern kurz, sind sich dann aber einig: Das geht den Lieferdienst eigentlich nichts an, finden sie.

Der sichere Umgang mit eigenen Daten im Internet stieß bei den Schülerinnen und Schülern am Löhe-Campus auf großes Interesse.

Auf Grundlage vieler Beispiele erklärt Rudi Kramer den Jungs und Mädchen die Unterschiede zwischen Pflichtdaten, freiwilligen Daten und ungewollten Daten. Einen Vormittag lang sprachen er und weitere Vertreter des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragen Deutschlands (BvD) und des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht (BayLDA) im Rahmen des Aktionstags „Together for a better internet“ mit den Schülern der 6. und 7. Jahrgangsstufen am Löhe-Campus. In Vorträgen sensibilisierten sie die Schüler zu einem sicheren Umgang mit persönlichen Daten, bei Chats oder Downloads. Sie erklärten dabei auch, wie ein sicheres Passwort aufgebaut werden sollte, gaben Tipps zum Schutz ihrer Privatsphäre und beantworteten alle aufkommenden Fragen.

Präventionsbeauftragte Julia Wammes ist es wichtig, dass die Schüler wissen, dass sie selbst darüber entscheiden können, was sie öffentlich machen möchten. „Das Thema Datenschutz kommt bei uns öfter auf“, erzählt sie. „Wir haben den Aktionstag ins Leben gerufen, damit sich die Schüler bewusst werden, welche Folgen eine Handlung im Netz haben kann und wie schlimm zum Beispiel auch Cybermobbing ist.“

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