Wemdinger Karateka war in der Masterklasse ohne Handicap beim Haunwöhrer Karate Cup 2019 erfolgreich

René Steinhübel trainiert seit vielen Jahren Karate im TSV Wemding. Obwohl er fast blind ist, nimmt er auch an Wettkämpfen für Menschen ohne Behinderung teil. Vor kurzem erreichte er den 1. Platz in der Disziplin Masterklasse ohne Handicap beim 4. Haunwöhrer Karate Cup in Ingolstadt.

Beim 4. Haunwöhrer Karate Cup in Ingolstadt gingen über 60 Teilnehmer in 15 Disziplinen an den Start. Mit dabei war auch René Steinhübel, der im TSV Wemding trainiert. Trotz seiner starken Sehbehinderung ging er in der Disziplin Masterklasse (Senioren) ohne Handicap an den Start und behauptete sich souverän mit seiner neuen Kür „Kata Njiushiho“, die sich durch fließende Bewegungen und ein ungewöhnliches Schrittmuster auszeichnet. Die Leistung von René Steinhübel wurde einstimmig nach Punktevergabe 7,0-7,0-7,0-7,0-7,0 von den Kampfrichtern bewertet, wodurch sich Steinhübel den ersten Platz in der Masterklasse ohne Handicap erkämpfte.

René Steinhübel freut sich über den ersten Platz in seiner Disziplin beim Haunwöhrer Karate Cup 2019 in Ingolstadt.

Im Rahmen der Siegerehrung betonte der Abteilungsleiter Jovica Kalinovic (SV Haunwöhr), dass die Freundschaften der Vereine, die bei solchen Turnieren entstehen, genauso wichtig seien wie der Wettkampf selbst. „Dieses Miteinander ist Grundstein und Garant für das noch relativ neue Turnier, das beste Voraussetzungen hat zu einer langjährigen Tradition des SV Ingolstadt Haunwöhr zu werden“, freute sich Jovica Kalinovic.

Das Wemdinger Trainer-Team mit den Urgesteinen Jürgen Müller und Lothar Kreutner, sowie die Co-Trainer-Kollegen Monika Schenk und Rudi Gottwald beglückwünschten René Steinhübel zu seinem Erfolg. Sie unterstützen ihren Schützling einerseits mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung sowie andererseits bei den diversen Trainingseinheiten mit Rat und Tat.

„Ich trainiere viel und freue mich, wenn sich mein Fleiß auch lohnt. Leider hat sich meine Augenkrankheit weiter verschlechtert und ich sehe nur noch vier Prozent. Einen Wettkampf zu gewinnen, gibt mir Mut weiterzumachen“, sagt der Wemdinger Karateka. Von seiner Einschränkung will er sicher nicht unterkriegen lassen. Spaß und Freude am Karate-Sport hat er weiterhin und nach dem Sieg trainiert er jetzt schon für die nächsten Wettkämpfe.

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