In Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Roth hat die Schreinerei-Gruppe der Diakoneo Werkstatt für Menschen mit Behinderung in einem Waldstück im Landkreis Roth Laubbäume gepflanzt.

Sieben Beschäftigte der Schreinerei-Gruppe aus der Werkstatt in Neuendettelsau haben gemeinsam mit ihrem Gruppenleiter Rainer Rühl und dem technischen Leiter Dietmar Kohler eine Baumpflanzaktion durchgeführt. Die fleißigen Teilnehmer haben Laubbäume gepflanzt, die in Zukunft den Wetterveränderungen standhalten können. Fachlich unterstützt wurden sie dabei durch Revierleiter Jonas Herrmann (Forstrevier Roth), Referendar Urs Mackensen und Forstwirtschaftsstudent Max Schröder vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Roth.

Bevor sich die Teilnehmenden an die Arbeit machten, stellte Dietmar Kohler die Beschäftigten und ihre Tätigkeit in der Schreinerei vor. In Ihrem Arbeitsalltag bearbeiten die Beschäftigten der Werkstatt den Rohstoff Holz unter professioneller Anleitung und fertigen dabei Vermessungspflöcke, Holzspielzeug, Dekoartikel und eine Vielzahl anderer Produkte. Mit ihrem Engagement wollen die Beschäftigten einen Beitrag dazu leisten, dass dieser wichtige Rohstoff auch zukünftigen Generationen zur Verfügung steht und aktiv als Vorbilder für eine ökologische Zukunft vorangehen.

Das gesamte Team (v.l.): Dietmar Kohler, Jürgen Dittrich, Mirko Matusche, Karl-Heinz Dörr, Urs Mackensen, Markus Fischer, Jonas Herrmann, Sven Reich, Rainer Rühl, Stefan Meier © Max Schröder/Diakoneo

Die Baumauswahl erfolgte unter Berücksichtigung der gegebenen und prognostizierten Standorteigenschaften. Ein Pflanzplan für die ausgewählten Baumarten bildet dabei die Grundlage für die Aufforstung. Konkret sollen Edelkastanien, Flatterulmen, Stieleichen, Hainbuchen und Vogelkirschen die ökologische Vielfalt in diesem Waldgebiet erhöhen und Lebensraum für viele Tierarten bieten.

„Für die ökologische und ökonomische Zukunft eines Waldbestandes ist die Baumartenwahl von größter Bedeutung. Unter Einfluss des Klimawandels hat sich die Situation in den heimischen Wäldern bereits jetzt erheblich verschärft. Durch ein Artenmischen soll der Baumbestand widerstandsfähiger werden“, erklärt Förster Jonas Herrmann. Zur Vorbereitung auf das Pflanzprojekt erhielten die Beschäftigen bereits im Vorfeld eine Schulung zu den Hintergründen der zu pflanzenden Baumarten. Außerdem wurden sie in der Handhabung des Pflanzspatens in Theorie und Praxis geschult.

Für Dietmar Kohler war die Aktion ein voller Erfolg. „Die Aktion kam bei allen Beteiligten super an. Bei unserer Abschlussrunde waren sich alle Beteiligten einig, dass nicht nur der Wald, die Insekten und Tiere nachhaltig vom Engagement profitieren, sondern die Arbeit beim Aufforstungsprojekt für alle Teilnehmer ein großer persönlicher Gewinn ist“, meint Dietmar Kohler.

„In der Hoffnung auf Projektenachahmer, steht das jeweils zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gerne als Ansprechpartner zur Verfügung“, sagt Förster Jonas Herrmann.

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