Festlicher Gottesdienst zur Einführung als Leitung der Diakoneo Gemeinschaft Neuendettelsau
Neuendettelsau – In einem festlichen Gottesdienst in der St. Laurentiuskirche ist Pfarrerin Sabine Meister offiziell in ihr Amt als Oberin der Diakoneo Gemeinschaft Neuendettelsau eingeführt worden. Vor Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Kirche und Gesellschaft erhielt sie ihre Ernennungsurkunde, den Segen sowie zahlreiche gute Wünsche für ihre neue Aufgabe.
Mit ihrem Amtsantritt übernimmt Sabine Meister die Leitung der Gemeinschaft und folgt damit auf ihre Vorgängerin Susanne Munzert. Die Aufgabe ist geprägt von großer geistlicher Verantwortung und steht in einer langen Tradition gemeinschaftlichen Lebens und diakonischen Handelns.
Manuela Füller, Vorständin Dienste für Menschen bei Diakoneo, wandte sich in ihrer Ansprache an die Mitarbeitenden sowie an die Mitglieder der Diakoneo Gemeinschaft Neuendettelsau und der Gemeinschaft der Haller Schwestern und Brüder: „Ich bitte Sie um eine gute Zusammenarbeit mit Sabine Meister. Gemeinsam arbeiten wir an der Aufgabe, Menschen in wichtigen Lebensphasen und -situationen zu begleiten und leisten damit auf der Grundlage unserer Werte einen unverzichtbaren Dienst für die Gesellschaft.“
Ganz unbekannt ist Sabine Meister Neuendettelsau nicht. Nach beruflichen Stationen unter anderem in Münster, München, Seattle (USA) und Heidelberg studierte sie an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau. Die 60-Jährige verfügt über langjährige Erfahrung in unterschiedlichen kirchlichen Arbeitsfeldern: Sie war Gemeindepfarrerin in Plech und Stein, Studienleiterin an den Predigerseminaren in Bayreuth und Nürnberg und war seit 2014 Referentin für Homiletik, Kasualien und Publikationen am Gottesdienst-Institut der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB). Seit 2023 ist sie zudem als Fachreferentin am Evangelischen Studienseminar für Pfarrausbildung der ELKB tätig.
In ihrer Predigt beschrieb Sabine Meister, warum sie den Weg nach Neuendettelsau gegangen ist: „Mich hat diese besondere Form und Freiheit der Gemeinschaft angesprochen. Man sieht sie nicht immer und spürt sie doch: in der Verbundenheit untereinander und mit Christus.“ Die Gemeinschaft erlebe sie als stärkend, so Meister weiter – durch Hausandachten, gesungene Vespern, gemeinsame Bibelarbeiten, das Adventssingen im Mutterhaus, Andachten mit Mitarbeitenden sowie durch die gemeinsame Verantwortung in den Leitungsgremien.
Die Oberin unterstrich, dass die Arbeit in der Gemeinschaft keine Aufgabe Einzelner sei. Zur Diakoneo Gemeinschaft gehören rund 350 Menschen im Alter zwischen 33 und 96 Jahren, evangelisch und katholisch, mit unterschiedlichen Berufen und Verantwortungsbereichen an vielen Orten in Bayern. Sie bilden ein lebendiges Netzwerk innerhalb von Diakoneo und darüber hinaus.
Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Gäste zu einem Empfang im Luthersaal eingeladen, der Raum für persönliche Begegnungen und Gespräche bot.