Neues System erleichtert Besuche im Diakoneo Diak Klinikum

Eigenentwicklung ermöglicht Lockerungen.

Digital macht Tempo – und erleichtert ab sofort den Besuch im Diakoneo Diak Klinikum Schwäbisch Hall. Ein von der IT-Abteilung von Diakoneo entwickeltes System vereinfacht die gesetzlich vorgeschriebene Kontaktverfolgung und schützt die Daten. Der offensichtlichste Vorteil: Sobald das System geschaltet ist, können Patienten während ihres Aufenthalts nicht mehr nur einen festgelegten, sondern mehrere Besucher empfangen.

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„Die Idee ist so charmant, weil sie allenBeteiligten das Leben erleichtert“, sagt Katharina Klesse, Klinikmanager imDiakoneo Diak Klinikum Schwäbisch Hall. Innerhalb von nur zwei Wochen hat dieIT-Abteilung von Diakoneo die neue Besucherregistrierung entwickelt, diezuallererst den Besuchern die Registrierung erleichtert. Das gesetzlichvorgeschriebenen Formular zur Kontaktnachverfolgung können sie in Zukunftbequem zu Hause ausfüllen. Weil die Daten nicht versendet und nicht einmal aufdem heimischen Computer gespeichert werden, gilt die Anwendung als besondersdatensicher.

Die Software generiert lediglich einen QR-Code, und zwar – der nächste Vorteil – für die gesamte Aufenthaltsdauer des Angehörigen im Krankenhaus. Weil schon zu Hause Fragen nach erhöhter Körpertemperatur, Aufenthalt in Risiko-Gebieten oder Erkrankungen abgefragt werden, sieht der Nutzer sofort, ob er am Eingang aufgrund der Bestimmungen abgewiesen werden müsste: Dann lässt sich erst gar kein Code generieren.

„Das hätte man vielleicht mit bereits entwickelten Apps auch erreichen können“, sagt Bernd Höflinger, Leiter IT im Geschäftsfeld Gesundheit. Doch keine derzeit bekannten Nachverfolgungs-App leiste, was in einem Krankenhaus benötigt werde oder erfülle gleichzeitig die eigenen hohen Erwartungen an den Datenschutz. Es gebe zwar Spezialsysteme, doch die seien mit horrenden Kosten verbunden - und könnten auch nicht wesentlich mehr leisten als die Eigenentwicklung von Diakoneo. Zumal die eigene IT innerhalb von wenigen Stunden auf geänderte Corona-Verordnungen reagieren kann. „Wir sind Herr über das System und die Daten“, nennt Höflicher die wichtigsten Vorteile der eigenen Anwendung. Sollte sich in Zukunft eine bestimmte Corona-App als Standard durchsetzen wird, könnte sogar die voraussichtlich am Diak-System eingebunden werden.

Bernd Höflinger, Katharina Klesse und Sebastian Dunn (v.l.) sprechen über das neue Anmeldeformular für Besucher © Friederike Grünhagen-Wahl

Sicherheit ist dabei ein wichtiges Kriterium. Die Besucherdaten werden erst dann mit dem besuchten Patienten verknüpft (und gespeichert), wenn der QR-Code am Eingang eingelesen wird. „Das ist wichtig, um bei eventuell auftretenden Infektionen im Haus ganz genau nachvollziehen zu können, wer als Kontaktperson gilt“, erklärt Katharina Klesse. Andernfalls müsste der Personenkreis viel weiter gefasst werden. Nach vier Wochen gesetzlich vorgeschriebener Aufbewahrungsfrist, werden die Daten sofort wieder gelöscht.

Der Sicherheitsdienst, dem ausschließlich der Teil der Daten zur Verfügung gestellt werden, der für Einlasskontrollen notwendig ist, bekommt digitale Unterstützung: Das System zeigt an, wann die Zweitimpfung erfolgt sein musste, damit der Besucher als vollständig geimpft gilt. Es registriert das Verfallsdatum eines PCR-Tests oder hält die Fristen fest, bis wann ein Genesener nicht mehr getestet werden muss. Und es zeigt an, ob der Patient am gleichen Tag schon Besuch empfangen hatte. Dass nun täglich ein neuer Besucher einen Patienten besuchen kann, ist übrigens dem System zur verdanken. „Analog hätten wir den Aufwand, täglich 300 Besucher zu registrieren, nicht leisten können“, sagt Höflinger.

„Wir haben das mit klassischen Bordmitteln programmiert“, sagt Sebastian Dunn, der das neue System zwei Wochen lang maßgeblich mit entwickelt hat. Mit den entsprechenden Schnittstellen könnte es auch in anderen Krankenhäuser, Pflege- oder Wohnheimen verwendet werden. „Es ist nur eine Frage des Aufwands“, sagt Höflinger. In Häusern mit 20 Plätzen sei die analoge Zettelwirtschaft zu stemmen, in Häusern wie dem Diak entlastet das System die Mitarbeitenden massiv – und spart Papier in Größenordnungen. „Vorher haben Mitarbeitende alle Daten händisch eintragen müssen“, erklärt Katharina Klesse, jetzt übernimmt Kollege Computer die Arbeit. Mit kleinen Ausnahmen. „Wer keinen Computer besitzt, kann natürlich weiterhin vor Ort ein Formular ausfüllen, das wir dann übertragen“, versichert Klinikmanagerin Klesse. „Wir wollen es schließlich jedem so einfach wie möglich machen.“

Das Formular für die Besucherregistrierung finden Sie hier:

https://www.diak-klinikum.de/anmeldung/

Die aktuellen Besuchsregeln des Diakoneo Diak Klinikums Schwäbisch Hall finden Sie hier:

https://www.diak-klinikum.de/notfall-1/informationen-fuer-besucher

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