Rescue Day informierte Rettungskräfte in der Klinik Neuendettelsau

Wird der Rettungsdienst zum Einsatz gerufen, zählt jede Minute. Damit Rettungskräfte effektiv arbeiten können, sind Fachwissen und die richtigen Arbeitsmethoden genauso wichtig, wie der immer häufiger notwendige deeskalierende Umgang mit Patienten oder Umstehenden. Der Rescue Day der Diakoneo Kliniken Schwabach und Neuendettelsau ermöglichte den Teilnehmenden ihre Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten bei Fachvorträgen und Workshops zu vertiefen.

Zum Auftakt der fünften Auflage des Symposiums für den Rettungsdienst begrüßte Chefarzt Dr. Johannes Gusinde, Leitender Arzt der Unfallchirurgie, die rund 60 Teilnehmenden. Federführend organisiert hatte den Rescue Day in diesem Jahr Andreas Wilhelm, Leiter der Zentralen Aufnahme der Klinik Schwabach. „Wir veranstalten den Rescue Day für alle Menschen, die im Rettungsdienst oder in der Notfallversorgung tätig sind“, erklärte er. Der Rescue Day bietet dabei nicht nur eine Plattform für den Austausch untereinander, sondern gibt ihnen in Workshops auch die Möglichkeit, neue Techniken und Methoden kennenzulernen und auszuprobieren.

Michael Schaub diskutierte die Anwendung mechanischer Reanimationshilfen. © Amanda Marien

In diesem Jahr ging es unter anderem um die Anwendung von mechanischen Reanimationshilfen und um praktische Übungen mit neuen „Pocket“ Ultraschallgeräten. Diese kleinen Geräte können bereits am Unfallort oder in der Wohnung des Patienten zur Diagnostik eingesetzt werden. Unter der Anleitung von Dr. Erika Glöckner, Fachärztin für Innere Medizin am Klinikum Nürnberg, übten die Teilnehmer die Untersuchungen, bei der das Bild auf ein Smartphone weitergeleitet werden kann. „Die neuen Ultraschallgeräte werden immer kompakter. Wichtig ist, dass sie deshalb effektiv auch im Rettungsdienst zum Einsatz kommen und sichere Diagnosen gestellt werden können“, sagte Dr. Glöckner.

Horst Suck brachte den Teilnehmenden den richtigen Umgang in eskalierenden Situationen näher. © Amanda Marien

Ein weiterer Schwerpunkt war in diesem Jahr auch das Thema „Deeskalation und Selbstschutz“. Polizeibeamter Horst Suck zeigte den Teilnehmenden mit welcher Strategie sie es schaffen, eine Situation nicht eskalieren zu lassen und brachte ihnen Handlungskompetenzen näher, wie sie sich im Fall einer Eskalation selbst schützen können.   

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