Neue Perspektiven durch einen Arbeitsplatztausch

Einen Tag lang den gewohnten Arbeitsplatz verlassen, neue Arbeitswelten kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen: Die Diakoneo Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Neuendettelsau hat sich zum vierten Mal am bundesweiten Aktionstag „Schichtwechsel“ beteiligt. Mitarbeitende verschiedener Unternehmen und Einrichtungen tauschten dabei ihren Arbeitsplatz mit Beschäftigten der Werkstatt und erhielten so unmittelbare Einblicke in deren Arbeitsalltag.

Mit dabei waren in diesem Jahr unter anderem Mitarbeitende des 1. FC Nürnberg, von DHL Express, Branofilter, des Caritas-Seniorenheims St. Stilla sowie des Reformhauses in der Passage in Neuendettelsau. Auch Neuendettelsaus Bürgermeister Christoph Schmoll beteiligte sich am Aktionstag. Nach einer herzlichen Begrüßung und einer kurzen Vorstellungsrunde startete der Tag mit einem Werkstattrundgang. Dabei erhielten die Gäste Einblicke in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche – von der Lebensmittelverpackung über Montagearbeiten, bis hin zu den handwerklichen Tätigkeiten in der Schreinerei. Anschließend hieß es: selbst mitmachen und gemeinsam mit den Beschäftigten der Werkstatt arbeiten.

„Es ist sehr spannend zu sehen, wie hier aufeinander eingegangen wird“

Anett Markmann ist normalerweise Standortleiterin bei DHL Express in Erlangen. Beim „Schichtwechsel“ tauschte sie ihren Arbeitsplatz mit einem Beschäftigten der Diakoneo Werkstatt. Beim Verpacken von Stiften kam sie schnell mit den Mitarbeitenden ins Gespräch und packte selbst mit an. Besonders beeindruckt zeigte sie sich von der Arbeitsorganisation und der individuellen Unterstützung innerhalb der Werkstatt. „Es ist sehr spannend zu sehen, wie hier aufeinander eingegangen wird. Und ich muss sagen, dass ich mich gerade bei der Feinmotorik mancher Arbeitsschritte hier gar nicht so geschickt anstelle“, berichtete sie.

Bürgermeister Christoph Schmoll packt in der Schreinerei mit an

Auch Neuendettelsaus Bürgermeister Christoph Schmoll nutzte die Gelegenheit, die Werkstatt aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen. In der Schreinerei stand er gemeinsam mit Schreinermeister Rainer Rühl an der Werkbank und ließ sich erklären, in welcher Reihenfolge die einzelnen Teile des beliebten Puppenbetts zusammengeleimt werden.

Als das Rathaus die Anfrage zur Teilnahme am „Schichtwechsel“ erhielt, sagte Schmoll sofort zu. Für ihn bietet der Aktionstag vor allem die Chance, Kontakte zwischen Werkstätten und dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu schaffen. „Nur durch den Kontakt zwischen dem ersten Arbeitsmarkt und den Werkstätten können Menschen mit Behinderung die Möglichkeit bekommen, ihre Fähigkeiten und vielleicht auch ihr Hobby zum Beruf zu machen“, sagte Schmoll. Der „Schichtwechsel“ schafft Raum für Begegnungen, bei denen Menschen mit und ohne Behinderung ihre jeweiligen Arbeitswelten kennenlernen. Die Teilnehmenden sammeln praktische Erfahrungen, arbeiten gemeinsam und erhalten einen unmittelbaren Einblick in die vielfältigen Fähigkeiten und Tätigkeiten der Beschäftigten. Dabei geht es auch darum, Vorurteile und Berührungsängste abzubauen und den Blick auf die individuellen Stärken und Potenziale von Menschen mit Behinderung zu richten. Gleichzeitig erhalten Beschäftigte der Werkstatt die Möglichkeit, Einblicke in Unternehmen und Einrichtungen des allgemeinen Arbeitsmarktes zu bekommen und berufliche Perspektiven kennenzulernen.

Kontakt Presse

Oliver Heieck
Pressesprecher
Mobil: +49 160 322 9851 
presse@diakoneo.de

Christin Kohler
Referentin für strategische Pressearbeit
Mobil: +49 151 43188960
presse@diakoneo.de

Weitere Pressemitteilungen

Ein Gebäude, viele Wege: Mit der neuen Integrierten Arbeitslandschaft hat Diakoneo in Neuenmarkt einen Standort eingeweiht, der eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung und eine Förderstätte erstmals unter einem Dach vereint. Auf rund 27.900 Quadratmetern entsteht damit ein Ort, an dem Menschen…

Weiterlesen