Modellprojekt LAND4: Neue Wege für bessere Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum

Diakoneo testet praxisnahe Lösungen für Fachkräftesicherung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit in sozialen Einrichtungen

Flexible Dienstplanung, digitale Unterstützung im Arbeitsalltag und neue Nachhaltigkeitsinitiativen: Das Modellprojekt „LAND4 – Lebensvoll Attraktiv Nachhaltig Digital“ zeigt, wie soziale Einrichtungen im ländlichen Raum Arbeitsbedingungen konkret verbessern können. Nach zwei Jahren Laufzeit ziehen die Projektverantwortlichen eine positive Zwischenbilanz für die Region Franken Süd/Schwaben.

Im Projekt wurden verschiedene Ansätze erprobt, um Mitarbeitende im Arbeitsalltag gezielt zu entlasten. Neue Modelle der Dienstplanung und feste Teamformate verbessern die Planbarkeit und stärken die Zusammenarbeit in den Einrichtungen. Gleichzeitig wurden flexible Arbeitsmodelle entwickelt, die besser auf unterschiedliche Lebenssituationen von Mitarbeitenden eingehen und so helfen können, Fachkräfte langfristig zu binden.

„Viele Mitarbeitende erleben durch die neuen Strukturen mehr Verlässlichkeit und Unterstützung im Alltag“, sagt Projektleiterin Marlena Kühhorn. „Gerade im ländlichen Raum ist das ein wichtiger Faktor, um Fachkräfte zu halten und neue Mitarbeitende zu gewinnen.“

Auch bei Digitalisierung und Nachhaltigkeit setzt LAND4 auf praxisnahe Lösungen. In den Einrichtungen unterstützen speziell geschulte Mitarbeitende – die sogenannten „DIGIs“ – ihre Kolleginnen und Kollegen bei Fragen zu digitalen Anwendungen und fördern so den sicheren Umgang mit digitalen Werkzeugen im Arbeitsalltag.

Im Bereich Nachhaltigkeit wurden gemeinsam mit Mitarbeitenden sowie Klientinnen und Klienten zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören Initiativen zur Reduzierung von Verpackungsmüll und Lebensmittelverschwendung ebenso wie Projekte nach dem Prinzip „Teilen statt kaufen“. Ergänzt wurden diese durch Aktionen wie Pflanzprojekte, Besuche auf dem Recyclinghof oder vegetarische Kochkurse.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor des Projekts ist die enge Zusammenarbeit vor Ort. „Viele Ideen entstehen direkt in den Teams und werden gemeinsam weiterentwickelt“, sagt Projektcoach Edna Breuer-Stengel. „Dadurch entstehen Lösungen, die langfristig funktionieren und gut in den Einrichtungen verankert werden können.“

Die erfolgreich erprobten Maßnahmen sollen auch über die Projektlaufzeit hinaus weitergeführt werden. Geplant sind unter anderem weitere Schulungen, Coachingangebote und Formate zum Austausch zwischen den Einrichtungen, damit die gewonnenen Erfahrungen auch anderen Regionen zugutekommen können.

Das Projekt „LAND4 – Lebensvoll Attraktiv Nachhaltig Digital“ wird im Rahmen des Programms „rückenwind³ für Vielfalt, Wandel und Zukunftsfähigkeit in der Sozialwirtschaft“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

Kontakt Presse

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Pressesprecher
Mobil: +49 160 322 9851 
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Christin Kohler
Referentin für strategische Pressearbeit
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