Reportage mit vielen berührenden Geschichten wurde ausgezeichnet


Die Preisträger des Journalistenpreises Demenz stellten sich nach der Verleihung der Auszeichnungen zu einem gemeinsamen Gruppenbild mit den Jury-Mitgliedern im Nürnberger Presseclub auf. © Diakonie Neuendettelsau/Uwe Niklas


Die Fernsehjournalistin Donya Farahani ist mit dem diesjährigen Journalistenpreis „Demenz“ der Diakonie Neuendettelsau ausgezeichnet worden. Die 31-jährige Journalistin aus Mülheim an der Ruhr erhielt die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre Reportage „Ich und meine Alzheimer-WG“.

„Demenz ist ein wichtiges, anspruchsvolles Thema, das unsere Gesellschaft und glücklicherweise auch die Politiker zunehmend beschäftigt“, sagte Dr. Mathias Hartmann, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Neuendettelsau, bei der Preisverleihung. Angesichts von gegenwärtig 1,7 Millionen Betroffenen in Deutschland und von erwarteten 40.000 Neuerkrankungen pro Jahr sei die Sensibilisierung der Öffentlichkeit zu diesem Thema sowie Prävention und Therapie weiterhin wichtig, meinte Hartmann.

In der halbstündigen Reportage von Donya Farahani, die der WDR im Rahmen der Sendereihe „Unterwegs im Westen“ ausstrahlte, ist die Kamera immer nah dran an den Menschen, ohne sie bloß zu stellen. So reihen sich berührende Geschichten aneinander, heißt es in der Begründung für die Auszeichnung.

Den 2. Preis (3.000 Euro) erhielt Sidney Gennies für seinen Artikel „Das vergessene Leben“, der im Tagesspiegel aus Berlin erschienen ist. Der 30-jährige Redakteur erzählt vom Leben seiner Großmutter, das für ihn erst Gestalt annahm, als sie nicht mehr sprechen konnte. Wie viele Frauen ihrer Generation hat die 1934 geborene Waltraud Gennies nie viel über sich gesprochen. Geschrieben hat sie dafür umso mehr: Briefe und Tagebücher, außerdem hat sie Akten und Dokumente aufbewahrt. Später im Alter wurde sie dement und lebt nun in einem Seniorenheim. Über zehn Jahre hat es gedauert, bis ihr Enkel, der Journalist Sidney Gennies, sich traute, die schriftlichen Lebensspuren seiner Großmutter zu lesen, zu sichten und auszuwerten.

Der 3. Preis (2.000 Euro) ging an den Arzt und Journalisten Lothar Zimmermann. Prämiert wurde sein Beitrag „Vergesslich oder schon dement?“ aus der SWR-Serie „betrifft“. Der 55-jährige Zimmermann ist fester freier Mitarbeiter beim Südwestrundfunk in Stuttgart. Sein Anliegen war es, in der Sendung moderne Therapieformen darzustellen. „Ähnlich wie bei Krebs glauben Betroffene bei Demenz oft an große Heilsversprechen, die sich nicht erfüllen“, meint er. Er legt dar, was heute möglich ist und wo die Grenzen der Therapien und Tests liegen.

75 Journalistinnen und Journalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hatten sich mit ihren Beiträgen um den diesjährigen Journalistenpreis Demenz der Diakonie Neuendettelsau beworben. Der Jury gehörten Alexander Jungkunz, Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten, Hermann Imhof (bisheriger Patienten- und Pflegebeauftragter der bayerischen Staatsregierung), Dr. Siegfried Zelnhefer (Leiter Presseamt der Stadt Nürnberg), Prof. Dr. Wolf D. Oswald (Forschungsgruppe Prävention und Demenz), Jasmin Meyer (Leitende Oberärztin am Krankenhaus Schwabach) sowie Manuela Füller (geschäftsführende Leitung Dienste für Senioren) sowie Dr. Mathias Hartmann (Vorstandsvorsitzender der Diakonie Neuendettelsau) an. 

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