20. SoCareNet Konferenz 2019 in Timişoara in Rumänien


Über 60 Teilnehmende aus neun Ländern fanden sich in Timişoara zusammen. © Diakoneo/Ronja Höng

Die Diakonie Neuendettelsau ist mittlerweile gemeinsam mit dem Diak Schwäbisch Hall zu Diakoneo geworden. Auch unter den neuen Vorzeichen werden die Beziehungen und Netzwerke in Europa weiterhin gepflegt, gestärkt und ausgebaut. So fand in diesem Jahr die Konferenz von SoCareNet Europe auf Einladung der Federatia Philantropia (Diakoniewerk der rumänisch-orthodoxen Kirche), eines langjährigen Mitglieds von SoCareNet, in Timisoara statt.

Thema der Konferenz war die finanzielle Planung von sozialen Unternehmen, das heißt zum einen die Gewinnung von Fördermitteln für Projekte und Innovationen, aber auch die Beschaffung von externem Kapital für den Bau und den Betrieb von neuen Einrichtungsformen in Europa.

Der Geschäftsführer von SoCareNet Europe, Thorsten Walter, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Teilnehmerfeld und der Vortragsvielfalt. Über 60 Personen aus über zehn Ländern nahmen an der dreitägigen Konferenz teil. Auch das Rahmenprogramm mit Hospitationen in sozialen Einrichtungen und dem Kennenlernen der Stadt war ein wichtiger Teil. Einer der Höhepunkte der Konferenz war der Besuch des rumänischen Parlamentsabgeordneten Ovidiu Gant, der auch Mitglied des demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien ist. Er ermöglichte tiefe Einblicke in die aktuelle politische Lage in Rumänien.

Dr. Mathias Hartmann, Vorstandsvorsitzender von Diakoneo, konnte aufgrund wichtiger Ereignisse in Neuendettelsau nicht vor Ort dabei sein, grüßte aber die Teilnehmenden mit einer Videobotschaft.

Welche Programme und Finanzierungsoptionen die Europäische Investitionsbank hat, präsentierte Lara Tassan Zanin. Sie verwies auf die erfolgreichen Programme des Juncker-Planes und gab auch erste Prognosen für die kommende Förderperiode ab. Den ersten Abend der Konferenz schloss der Gastgeber, Metropolit Ioan, mit seinem Vortrag ab. Er lud die gesamte Konferenz in seine Residenz ein und sorgte mit seinen Worten für Begeisterung. Am folgenden Tag nahme Dr. Frank Gutzmann die Teilnehmenden mit einem Beitrag und einem Workshop von der Theorie in die Praxis hinein und gab wichtige Hinweise zur Finanzierungsform mit Social Investment Bonds. Weitere Impulse kamen von Vertretern aus Österreich und Norwegen, sowie von Seiten der reformierten (Diakonia Cluj-Napoca) und katholischen Kirche (Stiftung Liebenau‘ s Engagement in Europa). „Die Konferenz zeigte aufgrund der großen Vielfalt in Europa einmal mehr, wie wichtig es ist, sich in Europa zu begegnen, miteinander zu sprechen, anstatt übereinander; gemeinsam zu planen und zu gestalten, anstatt zu fordern und vorzugeben. Der Dialog und der gemeinsame Austausch fördern nachhaltig die Zusammenarbeit und letztlich auch den europäischen Zusammenhalt“, lautete die Bilanz von Thorsten Walter.

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