Hartmut Assel prägte 41 Jahre lang die Arbeit von Menschen mit Behinderung

Langjähriger Leiter der Diakoneo Werkstätten in Obernzenn und Rothenburg wird in den Ruhestand verabschiedet

Rothenburg/Obernzenn, 15.12.2021 – Ein Wandler zwischen den Welten: Nach mehr als vierzig Dienstjahren verabschiedet sich Hartmut Assel, der Leiter der Werkstätten in Obernzenn und Rothenburg, in den Ruhestand. Immer den Fokus auf die Teilhabe von Menschen mit Behinderung gerichtet, prägte er die Entwicklung der Diakoneo Werkstätten an entscheidender Stelle. Zu seinen Highlights gehörte auch die Umsetzung des jährlichen Motorradgottesdiensts an der Seite des Vorstandsvorsitzenden Dr. Mathias Hartmann.

Durch die Corona-Pandemie verabschiedeten Vorstandsvorsitzender Dr. Mathias Hartmann und Jürgen Zenker, Vorstand Dienste für Menschen, Hartmut Assel im kleinen Kreis und trotzdem feierlich. „Du hast dich immer in beeindruckender Weise für die Menschen, die dir anvertraut waren eingesetzt und warst ein Wegbereiter im Bereich Dienste für Menschen mit Behinderung“, würdigte Hartmann das Wirken von Hartmut Assel. Auch über die Werkstätten hinaus habe sein Engagement in Form des Co-Auditors im Qualitätsmanagment gezeigt, dass er sich mit Herzblut für die standortübergreifende Unternehmensentwicklung engagiert habe. „Der Ausbau und Bekanntheitsgrad der Werkstätten ist auch deinem Engagement zu verdanken“, so Dr. Mathias Hartmann.

Hartmut Assel verabschiedet sich nach 41 Jahren bei Diakoneo in den wohlverdienten Ruhestand. © Diakoneo

„Meine ersten Berührungspunkte mit der damaligen Diakonie Neuendettelsau waren auf einer grünen Wiese in Obernzenn“, blickt Hartmut Assel auf sein Vorstellungsgespräch 1980 zurück. Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung hatte er bis dato kaum. Sein großes Interesse, Arbeitsplätze so anzupassen, dass sie für Menschen und Fertigung optimal waren, konnte er aber hier verwirklichen. Verlief die Arbeit der Werkstätten bisher nebenbei in den Wohngruppen, sollten sie zukünftig durch einen Berufsbildungsbereich professionalisiert werden. „Ich war ein Wandler zwischen den Welten: habe die Menschen an handwerkliche Tätigkeiten herangeführt und gleichzeitig ihren Wohn- und Freizeitalltag kennengelernt“, erzählt er über seinen Start.

Nach der Weiterbildung zum Industriemeister und der Sonderpädagogischen Zusatzausbildung wurde er 1984 Nebenwerkstattleiter in Obernzenn, deren Leitung er nach dem Neubau 1991 komplett übernahm. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Studiengangs „International Management/Diaconic Work“ begleitete die Entwicklung der neuen Förderstätten und Seniorentagesstätten für Menschen mit Behinderung und übernahm 2016 die Leitung der neugebauten Hauptwerkstatt in Rothenburg.

Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und die Bedürfnisse der Menschen immer im Blick

Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben stand für ihn dabei immer im Mittelpunkt. Hartmut Assel sah es als seine Aufgabe, „Menschen nicht in technische Zusammenhänge zu pressen, sondern ihre Neugier zu entwickeln und diese auch an ihren Arbeitsplätzen zu verwirklichen“. So entstanden zum Beispiel das Green Team und das Führerscheinprojekt, die Mobilität und Eigenverantwortung mitten in der Gesellschaft ermöglichen.

Langweilig wird es ihm im Ruhestand nicht. Der verheiratete Kommunalpolitiker fährt gerne Motorrad, fotografiert leidenschaftlich und kümmert sich als Baumpate um alte Obstbäume. Zudem setzt er sich als Behindertenbeauftragter der Stadt Burgbernheim weiterhin für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein. Vor kurzem wurde er als Diakon eingesegnet und in die Gemeinschaft Neuendettelsau aufgenommen. „So ganz verlassen werde ich Diakoneo also vorerst nicht“, sagt Hartmut Assel. 

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