Hände schütteln geht nicht – Hände zeigen schon
Osteraktion im Heilpädagogisch orientierten Kinderhort in Neuendettelsau

Neuendettelsau, März 2021.
Von Tanja Wagner-Avramovic, Erzieherin im Heilpädagogisch orientiertem Hort
Was gibt es schöneres als die Vorfreude auf ein Fest und lachende Kinderaugen am Tag der Feier? Egal ob Geburtstag, Weihnachten oder Ostern: Feste im Kreis der Familie sind etwas ganz Besonderes. Auch für die Kinder im Heilpädagogisch orientierten Hort in Neuendettelsau (HOH) gehören Feste im Jahreskreis selbstverständlich dazu.
Was ist aber, wenn plötzlich alles anders ist und die Vorfreude durch Kontaktbeschränkungen und Mindestabstand verloren geht? Die Erzieherinnen und Erzieher des HOH haben Wege gesucht, das Osterfest für die Kinder trotzdem lebendig zu gestalten.
Was bedeutet das Kreuz von Diakoneo in der Osterzeit?
Die Erzieherinnen und Erzieher des HOHs nahmen das Osterfest genau unter die Lupe. Jesus gelang es, durch seine Auferstehung Hoffnung und Zuversicht unter den Menschen zu wecken. "Genau das brauchen wir und unsere Kinder jetzt", dachte sich das Teams des Hortes.
Gemeinsam mit den Kindern aus der Notbetreuung stellten sie Überlegungen an, welche Wünsche und Hoffnungen alle vor Corona hatten und welche nun wichtig sind. "Ganz schön unterschiedlich" - das stellten alle fest.
Eine weitere Frage im Rahmen des Projektes war:
"Was wäre, wenn wir gemeinsam daran arbeiten, diese Wünsche und Hoffnungen lebendig und für alle Augen sichtbar zu machen?"
Gemeinsam entschieden sie sich, die Wünsche aufzuschreiben. Schön gestaltet auf buntem Papier mit den gezeichneten Händen der Kinder als Hintergrund, Um dem Projekt einen österlichen Rahmen zu verleihen, wurde das Fenster im Eingangsbereich des Hortes mit einem großen Kreuz geschmückt. Und zwar nicht mit dem dreidimensionalen Kreuz von Diakoneo. Das Symbol der Zuversicht und Hoffnung.
Projekt Zuversicht und Hoffnung geht an den Start

Stück für Stück füllt sich das Bild mit zahlreichen Handabdrücken, die sich selbstverständlich auch berühren dürfen. Und es werden jeden Tag mehr. Denn nicht nur die Erzieher und Erzieherinnen sowie die Praktikantin und alle Kinder aus dem HOH dürfen sich dort verewigen. Auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dem Team im Hort täglich zur Seite stehen, dürfen ihre gezeichneten Hände und damit ihre Wünsche hinterlassen.
So hell wie das Kunstwerk strahlt, wenn die Sonne es anleuchtet, so soll es allen ein wenig mehr Freude und Gemeinsamkeit verschaffen, Hoffnung wecken und Vorfreude auf das Osterfest verbreiten.
Um das Wachsen der Freude und die Gemeinsamkeit zu symbolisieren, wird das Team im HOH mit den Kindern noch ein großes Kreuz aus Kresse säen. Alle wünschen sind, dass sie bald in vertrauter Runde die Kresse ernten und genießen können.
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