Gerda Keilwerth, die langjährige Vorsitzende der Gesamtmitarbeitervertretung von Diakoneo, geht in den Ruhestand

Nach 42 Jahren bei Diakoneo geht Gerda Keilwerth in den wohlverdienten Ruhestand. Die langjährige Vorsitzende der Gesamtmitarbeitervertretung und Gruppenleiterin im Bereich Wohnen für Menschen mit Behinderung ist am Montag mit einem feierlichen Gottesdienst und Empfang im Luthersaal verabschiedet worden.

Gerda Keilwerth hat die Anfänge der Mitarbeitervertretung von Diakoneo – damals noch die Diakonie Neuendettelsau – geprägt wie keine andere. In ihrer Zeit als Gruppenleiterin im Bereich Wohnen Neuendettelsau begleitete sie viele Menschen mit Behinderung von Kindesbeinen an.

„Sie haben bei allen Entscheidungen die Mitarbeiterperspektive eingebracht und vertreten und gleichzeitig konnten Sie die übergreifende Unternehmensperspektive verstehen und mittragen“, würdigte der Vorstandsvorsitzende von Diakoneo, Dr. Mathias Hartmann, das Wirken von Gerda Keilwerth bei einem Gottesdienst in der St. Laurentiuskirche. Mit der Übernahme des Diakonievereins Roth im Jahr 2000, der Gründung polnischer Einrichtungen und der Fusion mit dem Diakoniewerk Schwäbisch-Hall 2019 zählte Dr. Hartmann nur einige der vielen Entscheidungen auf, in denen Gerda Keilwerth die Bedürfnisse der Mitarbeitenden vertreten habe.

Gerda Keilwerth, Gruppenleiterin im Bereich Wohnen für Menschen mit Behinderung prägte als deren Vorsitzende maßgeblich die Entwicklung der Mitarbeiter-vertretung von Diakoneo. © Diakoneo/ Amanda Marien

Geboren in Selb, kam die Oberfränkin 1974 nach Neuendettelsau. „Mit 18 Jahren habe ich die Ausbildung zur Erzieherin an der Fachakademie für Sozialpädagogik begonnen“, erzählt Gerda Keilwerth. Auf die Frage, warum sie Erzieherin werden wollte, antwortet sie lachend: „Das kann ich gar nicht so genau sagen. Jeder sagte mir, ich kann gut mit Kindern, also habe ich das einfach gemacht.“ Zum Anerkennungsjahr ging sie mit ihrem Mann, der damals Theologie studierte, nach München. Danach leitete Gerda Keilwerth einen Betriebskindergarten in München, doch relativ bald merkte sie, dass der Kindergartenbereich nicht das Richtige für sie war. „Mein Traum war es damals, ein autarkes Leben auf einem Bauernhof zu führen“, verrät sie. Um diesen Wunsch umzusetzen, zog sie 1979 zurück nach Neuendettelsau und fing als Erzieherin mit Gruppenleitung im Bereich Wohnen an. „Die Arbeit hat mich dann so erfüllt, dass ich 41 Jahre lang geblieben bin und den Traum vom Bauernhof aufgegeben habe“, sagt sie. „Es ist schön zu sehen, dass man etwas bewirken kann. Erst letzte Woche hat mich ein ehemaliger Bewohner angerufen, und sich für die tolle Begleitung bedankt.“

Über 40 Jahre am richtigen Fleck

Durch ihre Eigenschaft, Dinge zu hinterfragen und Neues anzustoßen, stellte sich schnell heraus, dass Gerda Keilwerth noch in einem anderen Bereich viel bewirken konnte: in der Mitarbeitervertretung (MAV). 1986 wurde sie in die örtliche MAV gewählt. Diese vertrat sie auch in der GMAV und wurde im Jahr 2000 deren Vorsitzende. Bis 2019 konnte sie in dieser Funktion Diakoneo maßgeblich mitgestalten. Die Stärkung der MAV konnte sie auch in ihrer Funktion als stellvertretende Vorsitzende im Gesamtausschuss Diakonie Bayern voranbringen. „Machbar war das alles nur, weil ich all die Jahre tolle Mitarbeitende und Stellvertretungen hatte, die mir den Rücken freihielten“, betont Gerda Keilwerth.

Langweilig wird es Gerda Keilwerth in ihrem Ruhestand nicht: Sie wird als Referentin beim Verband kirchlicher Mitarbeiter Bayern Seminare für Mitarbeitervertreter geben. Auch ihre Ehrenämter, etwa als stellvertretende Vorsitzende im Gesamtausschuss Diakonie Bayern, Mitglied im Verwaltungsrat der EZVK und als Beisitzerin der Schlichtungsstelle der Landeskirche wird sie weiterhin ausführen. Als Mitglied im Aufsichtsrat bleibt die Verbindung zu Diakoneo ebenfalls weiterhin bestehen. „Außerdem habe ich drei Enkelkinder, ein Wohnmobil und einen Garten. Als Gegenpol zu meinen vielen Aufgaben entspanne ich mich gern in der Kieler Bucht am Schönberger Strand“, sagt Gerda Keilwerth.

„Diakoneo war und ist sehr offen für aktuelle Entwicklungen“, blickt Gerda Keilwerth auf ihre Karriere zurück. Damit das auch so bleibt und sich die Entwicklung auch an den Bedürfnissen der Mitarbeitenden orientiert, wünscht sie dem Unternehmen, dass der Blick auf das Wesentliche nicht verloren gehe und die Ergebnisse regelmäßig gesichert werden.

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