In Polsingen wurde mit einer Aktion an die biblische Geschichte erinnert


Fünf Menschen mit Behinderung wurden in Polsingen die Füße gewaschen. Mit der Aktion wurde an die Geschichte erinnert, dass Jesus kurz vor seiner Kreuzigung seinen Anhängern die Füße gewaschen hat. © Diakonie Neuendettelsau

Kurz vor seiner Kreuzigung hat Jesus seinen engsten Anhängern die Füße gewaschen, erzählt die Bibel. Bei einem Gottesdienst am Gründonnerstag wurde in Polsingen daran in besonderer Weise erinnert: Fünf Bewohnerinnen und Bewohnern der Polsinger Einrichtungen für Menschen mit Behinderung wurden die Füße gewaschen.

Danach wurden sie gefragt, was das für ein Gefühl war. Die einhellige Antwort lautete: „Ein sehr schönes Gefühl“. Das Gottesdienst-Team erklärte dann, dass es nicht nur schön ist, wenn der Körper frisch gewaschen und somit rein ist. Auch der Seele tut es gut, wenn sie wieder ins Reine mit den Mitmenschen und Gott kommt. Mit der Fußwaschung habe Jesus deutlich gemacht, dass er nicht als „machthungriger Herrscher“ in die Welt gekommen ist, sondern um den Menschen zu dienen und ihnen zu helfen.

Mit Kreide schrieben die Gottesdienstbesucher, was ihnen Angst oder Sorge bereitet. Gedanken wie Heimweh, Streit, der Zahnarzt, Dunkelheit, Krankheit und Tod waren darunter. Anschließend wurden die Worte von den Steinen mit Wasser abgewaschen, als Zeichen dafür, dass Gott sich unserer Sorgen annimmt.

Nach dem Segen bekamen alle Gottesdienstbesucher kleine Seifenstücke als Erinnerung geschenkt.

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