Auf dem Dach des Gebäudes entsteht ein grünes Klassenzimmer


Die Aula mit ihrer charakteristischen Treppe hat sich nach den Worten von Schulleiterin Irene Reiser innerhalb von wenigen Tagen zum Marktplatz der neuen Diakoneo Fachakademie für Sozialpädagogik in Fürth entwickelt. © Diakoneo/ThomasSchaller

„Wir sind schnell in der Fürther Südstadt angekommen“, meint Irene Reiser, die Leiterin der Diakoneo Fachakademie für Sozialpädagogik. Die Stimmung, so Reiser, sei wenige Tage nach dem Einzug in das neue Gebäude der Fachakademie in der John-F.-Kennedy-Straße „gut und erleichtert“. Eine angehende Erzieherin habe sogar gemeint: „Ich bin geflasht“.

Bei einem Blick in das helle, moderne Haus, das von den Materialien Holz, Glas und Sichtbeton geprägt wird, wird klar, warum das so ist. Die großzügige Aula wird von einer zentralen Wendeltreppe geprägt. „Dieses Element ist etwas ganz Besonderes“, meint Irene Reiser. Innerhalb weniger Tage habe sich der Bereich darum herum zum Marktplatz der Akademie entwickelt, erzählt sie. Die SMV habe dort sogar schon einen Plätzchenverkauf zugunsten eines Waisenhauses in Kenia organisiert.

Die Fachakademie für Sozialakademie (FAKS) in Fürth war 2012 gegründet worden. Getragen wird sie von Diakoneo, dem größten diakonischen Unternehmen in Süddeutschland mit rund 10.000 Mitarbeitenden. In Fürth gehören zur Diakoneo-Familie auch die nicht weit entfernte Wilhelm-Löhe-Hochschule (WLH) im Südstadtpark sowie das Integrative Kinderzentrum Finkenpark. Im Moment hat die Fachakademie 169 Studierende in acht Klassen, die von 24 Lehrkräften unterrichtet werden. Sie verteilen sich auf fünf Jahrgangsstufen. Der Einzug in das neue Gebäude ermöglicht es, dass die zweizügig geführte Akademie im nächsten Schuljahr auf zehn Klassen mit rund 220 Studierenden wachsen wird. Zu den Besonderheiten der Ausbildungseinrichtung für künftige Erzieherinnen und Erzieher gehört es, dass der Männeranteil mit etwa einem Drittel außergewöhnlich hoch ist. „Das ist erfreulich“, findet Irene Reiser. Im neuen Schuljahr wird sich die Fachakademie an zwei aktuellen Schulversuchen beteiligen. An einem davon ist auch die Stadt Fürth sehr interessiert, denn künftig werden an der FAKS auch Fachkräfte für die Grundschulkindbetreuung ausgebildet, die angesichts des stark wachsenden Bedarfs an Hortplätzen auf dem Arbeitsmarkt ebenso gefragt sind wie Erzieherinnen und Erzieher.

Seit ihrer Gründung war die Fachakademie bis zum Juli 2019 an der Staatlichen Berufsschule B1 und seit Beginn dieses Schuljahres provisorisch an verschiedenen Standorten untergebracht. Das war schwierig für die FAKS, hat aber nun auch den Vorteil, dass sie schon gut in der Fürther Südstadt vernetzt ist. „Viele kooperative Menschen haben Unmögliches möglich gemacht“, freut sich Schulleiterin Irene Reiser. Sowohl die benachbarte Hans-Böckler-Schule als auch die WLH, die Musikschule, eine Tanzschule, die Kirchengemeinde Maria Magdalena, das Jugendzentrum Alpha 1, der Verein Fab Lab und die Staatliche Berufsschule 1 haben den Studierenden der jungen Fachakademie während der letzten Monate der Bauphase Räume zur Verfügung gestellt.

Ganz fertig ist die FAKS auch jetzt noch nicht. Deshalb gibt es noch keinen Termin für die offizielle Einweihung. Gerade werden zum Beispiel in der Bibliothek die großen Regale aufgebaut und im Außenbereich ist ebenfalls noch viel zu tun.

Wer Erzieher werden möchte, kann sich noch für die Ausbildung bewerben, die im Herbst 2020 an der Fachakademie beginnt. Die Kontaktdaten stehen auf der Homepage der Fachakademie: www.fachakademie-fuerth.de


Auf der Dachterrasse der neuen Fachakademie für Sozialpädagogik in der Fürther Südstadt entsteht ein grünes Klassenzimmer. © Diakoneo/Thomas Schaller

Die Studierenden Ela Elen Yücel, Celina Damps, Laura Lind und Philipp Schestag freuen sich mit Schulleiterin Irene Reiser (im Bild von links nach rechts) über die lichten, offenen Räume der neuen Fachakademie. © Diakoneo/Thomas Schaller



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