Dezentralisierung in der Region Himmelkron geht weiter voran


Zur Übergabe des Förderbescheids für das neue Wohnhaus für Menschen mit Behinderung in Wirsberg versammelten sich im Nachbarort Neuenmarkt (im Bild von links) Regierungsvizepräsident Thomas Engel, Bürgermeister Siegfried Decker (Neuenmarkt), Bürgermeister Hermann Anselstetter (Wirsberg), Benny Hauck (1. Vorsitzender der Bewohnervertretung), Ministerialdirigent Markus Zorzi, Jürgen Zenker (Vorstand Dienste für Menschen) und Landrat Klaus Peter Söllner. © Diakoneo/Thomas Schaller

Der Weg ist frei für den Bau eines neuen Wohnhauses für Menschen mit Behinderung in Wirsberg. Im benachbarten Neuenmarkt übergab Ministerialdirigent Markus Zorzi den Förderbescheid der bayerischen Staatsregierung in Höhe von 2,5 Millionen Euro für das Projekt an Vertreter von Diakoneo.

Benny Hauck, 1. Vorsitzender der Bewohnervertretung, begrüßte den Gast aus München, der den Termin wegen des aktuellen Wechsels im Ministeramt übernommen hatte. Auch Jürgen Zenker, Vorstand Dienste für Menschen, hieß Ministerialdirigent Zorzi willkommen.

Die Betreuung von Menschen mit Behinderung befinde sich in einem rasanten gesellschaftlichen Veränderungsprozess, sagte Zenker. Ursache seien unter anderem die Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention und in der Folge des Bundesteilhabegesetzes. „Ein wesentlicher Aspekt ist die Dezentralisierung, also die Verlagerung von Wohnplätzen aus Kerneinrichtungen wie in Himmelkron in andere Sozialräume, um damit ein besseres inklusives Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung zu befördern“, meinte er weiter.

Bisher hat Diakoneo dezentrale Wohngebäude in Oberfranken in Neuenmarkt und Bad Berneck errichtet. In Wirsberg beginnt nun bald der Bau, zwei weitere Projekte in Bayreuth sind schon in der Planung.

Eine schnellere Umsetzung scheitert vor allem an den knappen Fördermitteln, die nach intensiven Gesprächen nun aber immerhin im aktuellen Doppelhaushalt aufgestockt wurden.

Jürgen Zenker wies auch darauf hin, dass in Neuenmarkt voraussichtlich noch in diesem Jahr, spätestens aber 2021, mit dem Bau einer neuen Werkstatt und Förderstätte begonnen wird.

Ministerialdirigent Zorzi sagte in seinem Statement, Diakoneo sei ein ebenso wichtiger wie verlässlicher Partner des Sozialministeriums. Der Wirsberger Bürgermeister Hermann Anselstetter ergänzte, er sei „sehr glücklich“, dass dieses Gemeinschaftsprojekt verwirklicht werden kann. Er dankte einer großen Zahl von Unterstützern, die diese „wegweisende Entscheidung“ für den Standort Wirsberg möglich gemacht haben. Landrat Klaus Peter Söllner sprach von einem „Tag der Freude auch für unseren Landkreis“. 

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