Julia Seibert leitet die Integrative Kindertagesstätte Karwendelstrolche

Als Leiterin der Kindertagesstätte Karwendelstrolche in Langwasser begleitet Julia Seibert momentan die Umwandlung einer Kitagruppe in eine Kindergartengruppe. Ab September organisiert sie dann 24 Krippen- und 15 Kindergartenplätze. Schon als junges Mädchen übernahm sie die Betreuung für jüngere Kinder.

von Amanda Müller

„Reden – in unserem Beruf ist es ganz wichtig, dass wir miteinander reden“, antwortet Julia Seibert auf die Frage, auf was es in ihrem Beruf besonders ankommt. Mit ihrer Antwort bezieht sich die junge Erzieherin auf Tür-und-Angel-Gespräche mit den Eltern, Entwicklungsgespräche und die Einbeziehung der Kinder. Damit sich Kinder optimal entwickeln können, ist es ihr wichtig, auch zu den Eltern eine gute und stabile Beziehung aufzubauen. „Dass ein Kind weint, wenn die Eltern es das erste Mal hier lassen ist ganz normal. Aber es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Eltern den Kindern die Eingewöhnung erleichtern können. Deswegen unterstützen wir Eltern bei ihrem ersten Kind ganz besonders intensiv“, betont sie.

Julia Seibert leitet die Kindertagesstätte Karwendelstrolche.

Julia Seiberts beruflicher Weg führte sie vor knapp zehn Jahren zur Diakonie Neuendettelsau.

Begonnen hat sie in der Berufsfachschule für Kinderpflege, 2008 machte sie ihren Abschluss als Erzieherin in der Fachakademie für Sozialpädagogik. Fünf Jahre arbeitete sie in der Kindertagesstätte Sonnenschein in Bruckberg und anschließend als Krippen- und Gruppenleitung fast vier Jahre in der Kindertagesstätte Stadtspatzen in Schweinau. Vor knapp einem Jahr, im September 2018, wechselte sie dann in die Integrative Kindertagesstätte Karwendelstrolche in Langwasser. 

Als Leitung ist sie nun nicht mehr ausschließlich in den Gruppen: „Normalerweise bin ich ab mittags im Büro“, erzählt sie. „Wenn man an eine Kindertagesstätte denkt, bedenken viele oft gar nicht, dass hier auch sehr viel Verwaltungsaufwand und Schreibarbeiten anfallen. Ich stehe in Kontakt mit dem Elternbeirat, kümmere mich um die Teamschichten und entwickle gemeinsam mit meinem Team unser pädagogisches Angebot“, erklärt sie.

Aufgewachsen ist Julia Seibert im Ansbacher Ortsteil Hennenbach. Als sie nach Bruckberg wechselte, entschied sie sich, nach Wicklesgreuth zu ziehen. Momentan pendelt sie von dort nach Langwasser. „Eigentlich lebe ich gern auf dem Land, aber ich denke gerade darüber nach, vielleicht doch in die Stadt zu ziehen“, verrät sie. Das Miterleben der Entwicklung der Kinder schätzt sie sehr an ihrem Beruf. „Gerade in der Krippe sind die Entwicklungsschritte sehr groß. Wir sind dabei, wenn die Kinder laufen und sprechen lernen, das ist schon toll“, freut sich Julia Seibert.


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