Erste Absolventen des Freiwilligen Sozialen Schuljahrs bekamen ihre Zeugnisse


Über erstklassige Zeugnisse und viele lobende Worte, unter anderem von Bezirkstags-Vizepräsidentin Christa Naaß, freuten sich die ersten Teilnehmer am Freiwilligen Sozialen Schuljahr in Neuendettelsau. © Diakonie Neuendettelsau/Thomas Schaller


„Die alten Leute haben sich immer gefreut, wenn ich gekommen bin“, erzählt Jasmin Scheckenbach, die zu den Pionieren des Freiwilligen Sozialen Schuljahrs in Neuendettelsau gehört.

„Es ist nicht selbstverständlich, dass junge Menschen einen ehrenamtlichen sozialen Dienst leisten“, sagte Matthias Weigart (Vorstand Bildung) bei der Zeugnisübergabe für die ersten Teilnehmer am Freiwilligen Sozialen Schuljahr (FSSJ).

14 Schülerinnen und Schüler von der Laurentius-Realschule und vom Laurentius-Gymnasium der Diakonie Neuendettelsau haben das FSSJ nach dem Neustädter Modell absolviert. Weigart war extra mit Kopfbedeckung zur Zeugnisübergabe gekommen, um den sprichwörtlichen Hut vor den jungen Leuten ziehen zu können. Sie hätten einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft geleistet, meinte er weiter, und auch für sich selbst viel mitgenommen. „Geben sie weiter, was sie erlebt haben und bleiben sie so engagiert“, rief er die Teilnehmer auf.

Den Dank des Bezirks Mittelfranken überbrachte die Vizepräsidentin des Bezirkstags Christa Naaß. Sicher habe es auch frustrierende Moment und Ärger gegeben, aber in der Summe sammle man im Ehrenamt Erfahrungen für das ganze Leben, sagte sie. Das Freiwillige Soziale Schuljahr könne auch Orientierung bei der Berufswahl geben. „Prima, dass ihr die Chance genutzt habt“, lobte Naaß, die selbst bei einem Praktikum Erfahrungen in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung der Diakonie Neuendettelsau gesammelt hat. „Ihr habt Zeit geschenkt, das haben die Menschen sicher genossen“, erklärte die Bezirkstags-Vizepräsidentin.

Denise Kapp (Koordinatorin Ehrenamt im Referat Freiwilligendienste) erläuterte, dass die Schülerinnen und Schüler 80 Stunden ehrenamtliche Arbeit für Senioren, Menschen mit Behinderung, in Kirchengemeinden und in Kindertagesstätten geleistet haben. Nach dem Erfolg im ersten Jahr soll das Projekt nun auf den Nürnberger Raum ausgedehnt werden.

Jasmin Scheckenbach liegt schon über den 80 Stunden und besucht noch immer das Therese-Stählin-Heim. „Ich würde das Freiwillige Soziale Schuljahr auf jeden Fall weiterempfehlen“, lautet die Bilanz der engagierten jungen Frau.

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