Schwabacher Berufsfachschule für Krankenpflege bereitet sich auf die Generalistische Ausbildung vor

2020 verbindet die Generalistische Pflegeausbildung die bisherigen Ausbildungen der Alten-, Kinderkranken- und Krankenpflege. Mit dem neuen Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ oder „Pflegefachmann“ können die examinierten Fachkräfte dann in allen Pflegebereichen arbeiten. Was bedeutet das für Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflege in Schwabach, die 2019 ihre Ausbildung beginnen?

Svenja Baumann befindet sich im 2. Lehrjahr an der Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflege in Schwabach.

Svenja Baumann befindet sich im zweiten Lehrjahr an der Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflege der Diakonie Neuendettelsau in Schwabach. Die 21-jährige pendelt jeden Tag 30 Kilometer nach Schwabach. Von der Möglichkeit, hier am Stadtkrankenhaus eine Ausbildung zu machen, hat sie durch eine Freundin erfahren. „Ich fand es total super, dass wir unsere Ausbildung hier in kleineren Gruppe machen können“, erklärt Svenja Baumann. „Hier sind wir keine Nummern, alle kennen unsere Namen. Da fühlt man sich gut aufgehoben“, sagt sie. Das bestätigt auch Schulleiterin Maria Schwarz. Ihr ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler gut auf ihren Berufsalltag vorzubereiten. 

Schulleiterin Maria Schwarz hat ein offenes Ohr für alle Schüler.

„Wir kennen die Stärken und Schwächen unserer Schüler und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite“, betont sie. Das soll auch weiterhin der Fall sein, wenn 2020 die Generalistische Pflegeausbildung startet, während die Schüler, die 2019 mit der Ausbildung begonnen haben, ins zweite Lehrjahr kommen. Die Generalisierung hält Schwarz für sinnvoll. „Gerade in Pflegeeinrichtungen haben Altenpfleger häufig dieselben Aufgaben wie Krankenpfleger. Viele Senioren sind bettlägerig und kommen nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt wieder zurück in die Pflegeeinrichtung. Dort benötigen sie aber weiterhin die qualifizierte Pflege.“

In Schwabach soll die neugestaltete Ausbildung einheitlich gehalten werden. Alle Schülerinnen und Schüler bekommen Einblicke in Krankenhäuser, ambulante oder stationäre Pflegeeinrichtungen sowie in Kinderkliniken. „Wir befinden uns momentan noch in der Abklärung mit den Partnern, bei denen unsere Schüler in Form eines Praktikums Einblicke in den Arbeitsalltag erhalten“, sagt Schwarz. Schon jetzt lebt die Ausbildung von den praktischen Einblicken. Svenja Baumann findet das gut. „Ich habe vorher mit Menschen mit Behinderung gearbeitet, sehe meine Zukunft aber in der Krankenpflege. Nach einem Praktikum kann man eher ausschließen, was zu einem passt und was nicht“, sagt sie.

Maria Schwarz will den Übergang in die neue Ausbildung gut vorbereiten. „Wir wollen einen harten Schnitt zwischen den beiden Jahrgängen verhindern. Jeder soll sein Examen gut bestehen“, betont sie.

Momentan befindet sich die Berufsfachschule für Krankenpflege noch in diesem Gebäude. Auf den Neubau freut sich Schulleiterin Maria Schwarz schon.


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