Diakoneo und Stadt Dinkelsbühl bauen eine Gemeinschaft

Grundstein für Diakoneo Neubau für 7,2 Millionen Euro gelegt

In Dinkelsbühl entsteht ein neues Wohngebäude, in dem 24 Menschen mit Behinderung leben können. Im Herbst 2023 soll der Neubau in der Sonnenstraße bezugsfertig sein. Mit dem Wohnhaus ermöglicht Diakoneo ein Stück mehr gemeindeintegriertes Wohnen für die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner. Am Montag ist der Grundstein dafür gelegt worden.

„Ich freue mich, dass in Dinkelsbühl ein weiterer Ort geschaffen werden kann, an dem die zukünftig hier lebenden Menschen aktiv ins gesellschaftliche Leben eingebunden werden“, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Mathias Hartmann. Er legte gemeinsam mit Christa Naaß, stellv. Bezirkstagspräsidentin, Architektin Michaela Bittner, Bewohnervertreter Michael Günther, Oberbürgermeister Christoph Hammer und Leitung Roswitha Fingerhut den Grundstein für das neue Wohngebäude.

von links: Roswitha Fingerhut, Leitung Wohnen, Christa Naaß, stellv. Bezirkstagspräsidentin, Bewohnervertreter Michael Günther, Vorstandsvorsitzender Dr. Mathias Hartmann, Architektin Michaela Bittner und Oberbürgermeister Christoph Hammer vollzogen mit Hammerschlägen die feierliche Grundsteinlegung des neuen Wohngebäudes für Menschen mit Behinderung in Dinkelsbühl. © Diakoneo/Amanda Marien

Auf dem 4157 Quadratmeter großen Grundstück entsteht ein Neubau mit 24 Wohneinheiten auf einer Wohnfläche von insgesamt 1160 Quadratmetern. Gefördert wird das Projekt durch die bayerische Staatsregierung mit einem Zuschuss in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro und vom Bezirk Mittelfranken, der knapp 713 000 Euro bereitstellt. Diakoneo übernimmt einen Eigenanteil von rund 2,1 Millionen Euro.

Roswitha Fingerhut, Leitung Wohnen und Vorstandsvorsitzender Dr. Mathias Hartmann schlossen gemeinsam die Kupferrolle bei der Grundsteinlegung. © Diakoneo/Amanda Marien

In dem zweistöckigen Neubau wird es insgesamt vier Wohngruppen geben, in denen zwölf Menschen leben können, die in einer Werkstatt arbeiten und zwölf Menschen, die eine Förderstätte oder Seniorentagesstätte besuchen. Pro Stockwerk sind zwei rollstuhlgerechte Wohngruppen geplant, von denen jede mit einer eigenen Küche, einem Gemeinschaftswohnzimmer und Einzelzimmern mit eigenem Bad ausgestattet sein wird.

Hin zu kleineren Wohneinheiten - Inklusion als großes Ziel

„Diakoneo hat sich auf den Weg gemacht, um die Groß- und Komplexeinrichtungen, die aus unserer über 150-jährigen Geschichte herrühren, zu dezentralisieren“, erklärte Jürgen Zenker, Vorstand Dienste für Menschen. Mit dem Bau kleinerer Wohngebäude, die in Ortschaften integriert sind, soll es Menschen mit Behinderung ermöglicht werden, selbstbestimmt leben, lernen, arbeiten und Gemeinschaft erleben zu können. „Mit einer Gaststätte, einem Fitnessstudio und einer Kegelbahn vor den Toren der Altstadt bietet die Lage des neuen Wohnhauses viel“, sagte auch Christa Naaß in ihrem Grußwort und bedankt sich für das große Engagement von Diakoneo. Auch Oberbürgermeister Christoph Hammer und Landrat Jürgen Ludwig betonten, dass „Dinkelsbühl stolz auf diese Einrichtung“ sei. Im Namen der zukünftigen Bewohner bedankte sich Michael Günther bei den hochrangigen Festgästen für die große Unterstützung des Projektes.

Neben dem entstehenden Wohnhaus in Dinkelsbühl, konnte in Gunzenhausen bereits ein Wohngebäude bezogen werden, ein zweites wird im kommenden Jahr bezugsfertig sein. Auch in Merkendorf baut Diakoneo ein Wohnhaus, für das vor Kurzem der Grundstein gelegt wurde.

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