Diakoneo baut neues Wohngebäude für Menschen mit Behinderung in Wirsberg

Nach Baubeginn im Mai erfolgte nun die feierliche Grundsteinlegung

© Matthias Rex/Diakoneo

Wirsberg – Im Rahmen der Dezentralisierung von Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung, entsteht in Wirsberg ein neues Wohngebäude für 24 Bewohner. Die Gesamtkosten in Höhe von 5,5 Millionen Euro werden mit rund 2,5 Millionen Euro durch die bayerische Staatsregierung und rund 400.000 Euro durch den Bezirk Oberfranken gefördert. Auch die Aktion Mensch unterstützt den Bau.

Mit dem Neubau ermöglicht Diakoneo nun ein Stück mehr gemeindeintegriertes Wohnen für die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner, die bisher in verschiedenen Gruppen der Stammeinrichtung in Himmelkron wohnen. Im Neubau werden 1450 Quadratmeter Wohnfläche auf zwei Stockwerke verteilt. In jedem Stockwerk sind zwei Wohngruppen geplant, von denen jede mit einer Küche einem Gemeinschaftswohnzimmer und Einzelzimmern ausgestattet sein wird. Sechs der Zimmer sind für Rollstuhlfahrer geeignet. In diesem neuen Wohngebäude finden Menschen mit einer geistigen Behinderung aber auch zusätzlichen Behinderungen im körperlichen, psychischen, sozialen oder Sinnesbereich ein neues Zuhause.

„Wichtig ist es uns bei Diakoneo Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben zu bieten und sie entsprechend ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten individuell zu fördern“, sagte Dr. Mathias Hartmann, Vorstandsvorsitzender von Diakoneo. „Wir freuen uns, dass der Markt Wirsberg die Planung unseres Projektes sehr konstruktiv unterstützt hat. Der Neubau unseres ersten Wohngebäudes in Wirsberg ist für uns ein wichtiger Meilenstein.“, so Dr. Mathias Hartmann weiter.

„Durch Dezentralisierungsmaßnahmen wie diese und die damit verbundene Verlagerung von Wohnplätzen aus den Kerneinrichtungen in andere Sozialräume, kann ein besseres, inklusives Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung gefördert werden“, so Jürgen Zenker, Vorstand Dienste für Menschen.

Grundsteinlegung im kleinen Kreis

Coronabedingt fand die Grundsteinlegung im kleinen Kreis statt. Daher wurde die Veranstaltung in Bild und Ton festgehalten, sodass im Nachgang auch die Bewohnerinnen und Bewohner an diesem Ritual teilhaben können

Nach der Begrüßung durch Jürgen Zenker, Vorstand Dienste für Menschen, verlas Herbert Fecker als Mitglied der Bewohnervertretung die Urkunde. Anschließend schloss Dr. Mathias Hartmann, Vorstandsvorsitzender von Diakoneo, den Grundstein. Die anschließenden symbolischen Hammerschläge erfolgten durch ihn sowie Bürgermeister Jochen Trier, Architekt Hermann Beyer, Benny Hauck, dem Vorsitzenden der Bewohnervertretung und der zukünftigen Wohnbereichsleiterin Annette Schießl. 

© Matthias Rex/Diakoneo


Die nächsten Schritte zur Dezentralisierung des Stammhauses in Himmelkron sehen vor, dass zwei weitere Wohngebäude in Bayreuth gebaut werden. Zudem ist der Neubau einer Werkstatt und Förderstätte für Menschen mit Behinderung in Neuenmarkt bereits in Planung. 

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