Der Zauberberg: Wenn Kunst Menschen sichtbar macht

Neuendettelsau – Farben, Formen und persönliche Geschichten: Mit der Ausstellung „Der Zauberberg“ der Kunstwerkstatt von Diakoneo Wohnen Neuendettelsau ist im Bürgertreff Neuendettelsau erneut ein Ort entstanden, der zum Innehalten, Entdecken und Perspektivwechsel einlädt.

Inklusion beginnt oft nicht mit großen Konzepten, sondern mit echter Begegnung – mit Menschen, die miteinander ins Gespräch kommen, mit Interesse am Gegenüber und manchmal auch mit einem Bild, das zum Nachdenken anregt. Genau das ermöglicht die Ausstellung „Der Zauberberg“. Die Werke erzählen Geschichten, eröffnen neue Sichtweisen und machen die Menschen hinter den Bildern sichtbar.

Schon beim ersten Rundgang wird deutlich: Diese Kunst ist weit mehr als Farbe auf Leinwand. Jedes Werk spiegelt eine persönliche Sicht auf die Welt wider – geprägt von Eindrücken, Erfahrungen und Gedanken, die sich oft nur schwer in Worte fassen lassen. Die Bilder der Künstlerinnen und Künstler Hannah Chorbacher, Lara Schindler, Robert Westenfelder, Sandra Simon, Rainer Plaha, Steven Bogdan und Johanna Täufer laden dazu ein, genauer hinzusehen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Damit passt die Ausstellung hervorragend zum Bürgertreff, der als Ort der Begegnung Menschen aus der Gemeinde Neuendettelsau und von Diakoneo zusammenbringt. Auch der 3. Bürgermeister Andreas Götz griff diesen Gedanken bei der Ausstellungseröffnung auf und betonte die Bedeutung solcher Räume für ein lebendiges Miteinander.
Ein Teil der ausgestellten Werke entstand in gemeinsamen Workshops, andere in der Kunstwerkstatt unter der Leitung von Susanne Droßbach. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das perfekte Ergebnis, sondern die Möglichkeit, sich auszudrücken, Neues auszuprobieren und die eigene Kreativität zu entdecken.

Besonders prägend waren mehrere Besuche im lichtdurchfluteten Atelier des Künstlers Reinhard Zimmermann. Dort entstanden neue Arbeiten voller Experimentierfreude, Neugier und Begeisterung. Farben, Verläufe und Formen wurden bewusst eingesetzt, um Stimmungen und persönliche Eindrücke sichtbar zu machen. Einige der Werke inspirierten sogar die Musikerinnen und Musiker der Ausstellungseröffnung – manche Bilder wirken beinahe wie ein „Tanz der Farben“.

So unterschiedlich die Arbeiten auch sind, eines verbindet sie alle: Jedes Werk trägt eine unverwechselbare Handschrift und erzählt eine eigene Geschichte. Die Ausstellung ist deshalb weit mehr als eine Präsentation künstlerischer Arbeiten. Sie ist Ausdruck gelebter Teilhabe und zeigt, was entstehen kann, wenn Menschen die Möglichkeit erhalten, ihre Perspektiven mit anderen zu teilen.

Die Ausstellung „Der Zauberberg“ ist noch bis Ende August im Bürgertreff Neuendettelsau, Heilsbronner Str. 2, 91564 Neuendettelsau, zu sehen. Besucherinnen und Besucher können die Werke dienstags und donnerstags von 14:30 bis 17:00 Uhr besichtigen.

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