© Christine Blei Photography

Nach allem was man bisher weiß, sind Kinder und Neugeborene vom Coronavirus nahezu nicht betroffen, sagt Prof. Dr. Michael Schroth, Chefarzt der Pädiatrie und Neonatologie in der Cnopfschen Kinderklinik: „Selbst In Italien gibt es derzeit nur wenige bestätigte Fälle von Kindern, die stationär behandelt werden müssen. In Deutschland ist bisher kein Kind an Covid-19 so schwererkrankt, dass es intensivmedizinisch behandelt werden müsste. Todesfälle gibt es keine.“

Prof. Schroth versteht die Verunsicherung der Eltern und möchte diese beruhigen, gerade dann wenn ihr Kind Schnupfen und Husten hat: „Es ist derzeit immer noch viel wahrscheinlicher, dass sich Kinder mit Influenza- oder RS-Viren angesteckt haben als mit dem Coronavirus. Zudem sprechen gerade sehr starke Symptome gegen eine Infektion mit dem Coronavirus. Denn bei Kindern ist der Verlauf – soweit bisher bekannt ist – weniger schwer als bei Erwachsenen. Wenn Kinder an Covid-19 erkranken, entwickeln sie meist nur milde Symptome, wie ein wenig Husten, Schnupfen und manchmal Durchfall. Es ist in der aktuellen Situation auch extrem wichtig, dass vermutlich erkrankte Kinder möglichst den Kontakt zu älteren Menschen, die weitaus mehr gefährdet sind, meiden“, erklärt der Kinderarzt.

Um die Neugeborenen und kleinen Patienten zu schützen, gilt trotzdem eine verschärfte Besucherregung in der Cnopfschen Kinderklinik: „Kinder brauchen ihre Eltern, gerade im Krankenhaus. Wir unterstützen dies und können es gut verstehen. In der jetzigen Situation bitten wir die Eltern derzeit aber, sich abzuwechseln, sodass immer nur ein Elternteil in der Klinik ist und wir dadurch die Menge an Besuchern in der Cnopfschen Kinderklinik reduzieren können“, sagt Prof. Schroth.




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