Ausbildung von Menschen mit Behinderung professionalisieren

Erste Weiterbildung für Werkstatt-Fachkräfte ohne praktische Berufsausbildung


Blumen und Urkunden gab es zum Abschluss für die Teilnehmer der ersten fachpraktischen Weiterbildung für Fachkräfte der Diakoneo Werkstätten, die über keine industrielle oder handwerkliche Ausbildung verfügen. © Diakoneo/Thomas Schaller

Die Anforderungen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung wachsen. Sie sollen die Beschäftigten nicht nur pädagogisch betreuen, sondern auch soweit wie möglich fit machen für den Arbeitsmarkt. Zum ersten Mal bot die DiaLog Akademie deshalb eine fachpraktische Weiterbildung für Fachkräfte der Diakoneo Werkstätten an, die über keine industrielle oder handwerkliche Ausbildung verfügen.

Initiator des neuen Weiterbildungsangebots war Jürgen Braun, Leiter der Diakoneo Werkstatt in Himmelkron: „Die Agentur für Arbeit will die berufliche Bildung von Menschen mit Behinderung in Werkstätten professionalisieren und verschärfte dazu erst 2019 die Mindestanforderungen an das Personal“, meint Braun.

Die andere große Gruppe von Fachkräften in den Werkstätten, die eine handwerklich-technische berufliche Vorbildung mitbringt, muss schon bisher eine berufsbegleitende sonderpädagogische Zusatzausbildung absolvieren. „Diese bringt neben dem erforderlichen pädagogischen Grundwissen oft einen persönlichen enormen Entwicklungsschub mit sich“, berichtet Jürgen Braun.

Ein knappes Dutzend Teilnehmer der Weiterbildung traf sich deshalb an so unterschiedlichen Standorten wie zum Beispiel einer Berufsschule in Nürnberg, den Werkstätten in Himmelkron und Laubenzedel sowie der Fachschule für Heilerziehungspflege in Neuendettelsau, um ihre Kompetenzen auszubauen – unter anderem in der Steuerung von Arbeitsabläufen.

In der fachpraktischen Weiterbildung ging es in vier Blockwochen unter anderem darum, wie man Arbeitsabläufe richtig gliedert, welche Hilfsmittel und Vorkehrungen man bauen kann, welche Prüfmittel es gibt sowie welche räumlichen und ergonomischen Voraussetzungen nötig sind.

Bei der Abschlussveranstaltung betonte Jürgen Zenker, Vorstand Dienste für Menschen, die Bedeutung des Bildungsauftrags im gesamten Bereich Arbeit und Tagesstruktur, also den Werk- und Förderstätten. Durch das Bundesteilhabegesetz haben die Werkstätten ihr Monopol verloren und müssen sich darauf einstellen, dass andere Anbieter auf dem Markt auftreten.

Weitere Pressemitteilungen
Absolventinnen und Absolventen feiern ihr bestandenes Examen

Schwabach, 20.09.2022 – Zeugnisse und Feierlichkeiten: Mit einem Stehempfang im Gesundheitszentrum Galenus in der Klinik Schwabach hat die Diakoneo Berufsfachschule für Pflege Schwabach ihre 14 Absolventinnen und Absolventen verabschiedet. Sie sind der letzte Jahrgang der Gesundheits- und…

Weiterlesen
Wanderausstellung kehrt zurück

Die Wanderausstellung zum Gedenken an Menschen mit Behinderung, die zwischen 1939 und 1945 im Zuge der „Euthanasie“ im Dritten Reich ermordet worden sind, ist ab Sonntag, 18. September, wieder in Neuendettelsau zu sehen.

Weiterlesen
Mehr Zeit für pädagogische Arbeit

Die Pädagogische Arbeit in Diakoneo Einrichtungen wird gestärkt: Mit der Einführung von Regionalleitungen im Geschäftsfeld Bildung werden Verwaltungs- und Leitungsaufgaben gebündelt, sodass sich Einrichtungen noch mehr auf die pädagogische Arbeit fokussieren können. Mit Regionalleitung René Krauß…

Weiterlesen
Schulung zur ehrenamtlichen Demenzbegleitung startet im Oktober

Menschen, die an Demenz erkrankt sind, brauchen im Fortschreiten der Erkrankung rund um die Uhr Betreuung. Damit sie möglichst lange in ihrem eigenen Zuhause leben können, stehen pflegenden Angehörigen neben Mitarbeitenden aus der Angehörigenberatung und ambulanten Pflegediensten auch ehrenamtliche…

Weiterlesen

Haben Sie Fragen? Wir helfen Ihnen gerne.

 

E-Mail schreiben

Oder rufen Sie uns an unter +49 9874 8-2297