Das Diakonische Jahr feiert heute, am 9. Mai, sein 65-jähriges Jubiläum – Geburtsstätte ist die Diakonie Neuendettelsau.

Mit den Worten „Wagt ein Jahr Eures Lebens für die Diakonie“ rief der damalige Rektor der Diakonissenanstalt Neuendettelsau Hermann Dietzfelbinger zum 100. Geburtstag des Diakoniewerkes am 9. Mai 1954 junge Frauen dazu auf, sich in diakonischen Einrichtungen zu engagieren und ein Jahr ihres Lebens ihren Nächsten zur Verfügung zu stellen. Die jungen Frauen ab 18 Jahren sollten freiwillig für ein Taschengeld und gegen Verpflegung einen Dienst in der Kranken- und Altenpflege leisten ohne Diakonissen zu werden. Der Aufruf des Rektors fand regen Zuspruch und die jungen Frauen kamen in Scharen - das ‚Diakonische Jahr‘ war geboren.

Junge Frau im Diakonischen Jahr hilft Jugendlichen
Werbung aus den 50er Jahren für das Diakonische Jahr

Aus dem Diakonischen Jahr wird das Freiwillige Soziale Jahr

Die Idee eines solchen Jahres fand auch in anderen Organisationen Anklang und verbreitete sich recht schnell. Später wurde das Diakonische Jahr auch für junge Männer geöffnet und im April 1964 erfolgte mit dem Jugendfreiwilligendienstegesetz die gesetzliche Grundlage zum Freiwilligen Sozialen Jahr.

Seitdem engagieren sich jährlich zehntausende junge Menschen deutschlandweit im Rahmen eines FSJ in unterschiedlichen Einrichtungen und investieren ein Jahr für Menschen mit Behinderungen, Kinder, Senioren, Schüler, geflüchtete Menschen, Kranke, etc.

Junge Frau im Diakonischen Jahr
Werbung aus den 80er Jahren für das Diakonische Jahr

FSJ in der Diakonie Neuendettelsau

Seit 1954 gehört das Diakonische Jahr bzw. Freiwillige Soziale Jahr fest zur Arbeit der Diakonie Neuendettelsau. Es bietet jungen Menschen die Möglichkeit sich für ein Jahr zu engagieren, in einem sozialen Arbeitsfeld mitzuhelfen, sich beruflich zu orientieren und eigene Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken. Durch regelmäßige Bildungsseminare und pädagogische Anleitung wird ihr Einsatz begleitet.

FSJ heute: Seit 65 Jahren engagieren sich junge Freiwillige in unseren Einrichtungen.

Als Diakonie Neuendettelsau blicken wir sehr dankbar auf die vielen Jahre zurück und freuen uns über jeden einzelnen jungen Menschen, der sich dazu entschieden hat, ein Jahr lang für sich und andere zu investieren. Gespannt sehen wir in die Zukunft und freuen uns darauf, wenn sich auch in Zukunft Jugendliche und junge Erwachsene im Diakonischen Jahr bzw. Freiwilligen Sozialen Jahr engagieren wollen.

Mehr Informationen zum Freiwilligen Sozialen Jahr in der Diakonie Neuendettelsau finden Sie hier.

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10. Juni 2021

In der Malgruppe „Flowing Colours“ gestalten Menschen mit einem hohen Hilfebedarf einzigartige Kunstwerke. Vom 12. Juni bis 31. Juli sind die Bilder bei einer Ausstellung in der St. Laurentiuskirche in Neuendettelsau zu sehen.

10. Juni 2021

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31. Mai 2021

Die 13-jährige Helene Jessen hat das Nähen von ihrer Oma gelernt. Kuscheltiere und Kissen fertigt sie am liebsten an. Durch ein Projekt in ihrer Schule, ist sie auf die Idee gekommen, zehn Kuscheltiere an „Cnöpfchen zu Hause“ zu spenden. In dem Nachsorgeprogramm der Cnopfschen Kinderklinik werden Frühchen und chronisch kranke Kinder nach dem Klinikaufenthalt weiter betreut.

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Die Freude ist groß: Mit der Boccia-Bahn im TV Gunzenhausen und dem Rehasport beim BRSV Gunzenhausen beginnen für die Diakoneo-Sportteams in Polsingen-Oettingen-Gunzenhausen, abhängig von den jeweiligen Inzidenzwerten, die ersten regulären Trainingseinheiten. Das in der Pandemie entwickelte Fitnessbuch wird Bestandteil des Trainings bleiben.

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