Orange Days - Gemeinsam für eine gewaltfreie Zukunft

Diakoneo beteiligt sich an den Orange Days


Vom 25. November bis 10. Dezember stehen die Orange Days weltweit im Zeichen des Engagements gegen Gewalt an Frauen. Auch Diakoneo setzt ein klares Zeichen: Gewalt – in jeglicher Form – ist inakzeptabel. Gemeinsam möchten wir auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen und dazu beitragen, Gewalt sichtbar zu machen und zu beenden. 

Warum Orange? 

Orange symbolisiert eine bessere, gewaltfreie Zukunft. Mit der Teilnahme an der Kampagne „Orange the World“ zeigen wir Solidarität mit den Millionen Menschen, die sich weltweit für Gleichberechtigung und gegen Gewalt einsetzen.

Mehr Informationen zur Kampagne

Kein Platz für Gewalt gegen Frauen: Diakonie Bayern und Diakoneo setzen ein Zeichen

Im Rahmen der #OrangeDays haben die Vorstände der Diakonie Bayern und Diakoneo gemeinsam ein starkes Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt gesetzt. Mit dabei waren Dr. Sabine Weingärtner und Sandra Schuhmann für die Diakonie Bayern sowie Dr. Mathias Hartmann, Manuela Füller und Ina Strickstrock für Diakoneo. Unterstützt wurden sie von Felix Wallström, Leiter der Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik, Birgit Schönknecht, Referentin für Hilfen für Frauen mit Gewalterfahrung, Martina Steffen und Hedwig Schouten, Frauenbeauftragte der Stadt Nürnberg und Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der Bayerischen Gleichstellungsstellen. Gemeinsam ließen sie sich mit der Orange Bank fotografieren – einem Symbol für unser Engagement für eine gewaltfreie Zukunft.

Die Orange Bank steht aktuell im Foyer der Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik in Nürnberg und wird auch nach den Orange Days in Einrichtungen von Diakoneo unterwegs sein, um das Bewusstsein für geschlechtsspezifische Gewalt zu stärken.

Danke an Uwe Niklas - Gute Fotografie.

Gewalt gegen Frauen 

Geschlechtsspezifische Gewalt beginnt mit alltäglichem Sexismus und reicht bis hin zu Femiziden. Sie ist allgegenwärtig und tief in patriarchalen Strukturen unserer Gesellschaft verankert.

Gewalt gegen Frauen wird in den meisten Fällen von Männern ausgeübt – häufig von Tätern, die den Frauen nahe stehen. Partnerschaftsgewalt ist dabei die häufigste Form und umfasst körperliche, sexualisierte, emotionale, ökonomische und psychische Gewalt.

Oft beginnt diese Gewalt schleichend, beispielsweise mit verbalen Übergriffen, die zunächst nicht als Gewalt wahrgenommen werden. Doch im Verlauf verstärkt sich die Dynamik und führt zu einer sogenannten „Gewaltspirale“, die im Extremfall in Femiziden endet. 

Erschreckende Zahlen machen das Ausmaß deutlich: 

  • Alle zwei Tage wird in Deutschland eine Frau von ihrem (Ex-)Partner getötet. 

  • Jeden Tag gibt es einen versuchten Tötungsfall. 

  • Alle vier Minuten wird eine Frau von ihrem Partner misshandelt. 

  • Alle zwei Stunden erlebt eine Frau sexualisierte Gewalt in ihrer Partnerschaft.

Diese Zahlen zeigen: Gewalt gegen Frauen ist kein individuelles, sondern ein gesellschaftliches Problem, das dringend Aufmerksamkeit und Lösungen erfordert.  

Null Toleranz gegenüber Gewalt 

Jeden Tag vertrauen uns Menschen, wenn sie unsere Einrichtungen aufsuchen, sei es in der Pflege, Gesundheit oder Kinderbetreuung. Dieses Vertrauen verpflichtet uns, jederzeit verlässlich, respektvoll und regelkonform zu handeln. Das gilt nicht nur im Umgang mit den uns anvertrauten Menschen, sondern auch innerhalb unseres Teams. 

Gewalt, Diskriminierung oder jede Form von Regelverstößen haben keinen Platz bei Diakoneo – weder gegenüber unseren Patientinnen, Kund*innen noch gegenüber unseren Mitarbeitenden. 
Um dieses Versprechen zu halten, haben wir klare Compliance-Richtlinien etabliert, die für alle bei Diakoneo gelten. Denn nur gemeinsam, durch ein offenes und faires Miteinander, können wir dieses Vertrauen stärken und sicherstellen, dass wir unsere Werte leben.

Im Namen des Vorstandsteams zeigt Ina Strickstrock, Vorständin People and Culture, klare Kante: „Gewalt gegen Frauen ist kein individuelles Problem, sondern ein strukturelles, das uns alle betrifft. Als Diakoneo setzen wir uns aktiv für ein respektvolles und sicheres Umfeld ein – für unsere, Schüler*innen, Patient*innen, Klient*innen genauso wie für unsere Mitarbeitenden. Es braucht mehr als Worte: Wir bieten Schulungen, präventive Maßnahmen und ein offenes Hinweisgebendensystem, damit wir gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Gewalt und Diskriminierung setzen können. Unsere Verantwortung endet nicht bei unseren Einrichtungen – wir sind Teil einer Gesellschaft, die Veränderung braucht. Dafür stehen wir.“ 

Jede*r Einzelne ist gefragt: 

Ob Mitarbeitende, Führungskräfte oder Partner*innen – alle tragen dazu bei, dass unser Arbeitsumfeld sicher, wertschätzend und frei von Diskriminierung oder Gewalt bleibt. Unsere Compliance-Richtlinien unterstützen dabei, rechtliche und ethische Standards einzuhalten und bieten Orientierung im Umgang mit Konflikten, Interessenskonflikten oder anderen sensiblen Themen. 

Gemeinsam stehen wir für ein Arbeitsumfeld ein, das Respekt, Fairness und Integrität fördert – für die Menschen, die uns vertrauen, und für unser Team. 

Was bedeutet Compliance für Diakoneo? 

  • Prävention: Compliance hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen und Fehlverhalten zu vermeiden. 

  • Schutz: Wir schützen Betroffene, Hinweisgebende und auch die Integrität unserer Mitarbeitenden und Geschäftspartner*innen. 

Das Diakoneo Hinweisgebendensystem 

Wir setzen auf Transparenz und ermutigen Mitarbeitende, Kund*innen und Partner*innen, mögliche Regelverstöße zu melden. Dies umfasst z. B. Wirtschaftsstraftaten, Datenschutzverstöße oder unangemessenes Verhalten. 

Lasst uns gemeinsam ein klares Zeichen setzen: Gewalt hat keinen Platz in unserer Gesellschaft und hat keinen Platz bei Diakoneo. 

Hier können Sie Hinweise melden: