Videobotschaft zu Beginn der Karwoche: "Gott ist da, auch im Leiden"

Auch in den Kirchen herrscht wegen der Corona-Pandemie derzeit Ausnahmezustand. Den Kirchen wurde mit dem Kontaktverbot die Möglichkeit genommen, ihre Türen weit zu öffnen und den Menschen wie gewohnt Unterstützung und Hilfe anzubieten.
Dabei ist es gerade in Zeiten der Not und existenziellen Bedrohung besonders wichtig, miteinander zu sprechen, sich gegenseitig Mut zu machen und vor allem gemeinsam Gottes Wort zu hören und auch Gottesdienst feiern zu können. Die Bestürzung über diese Maßnahmen war anfangs groß. Es blieb jedoch keine andere Wahl, wollte man sich nicht in Gefahr begeben und die Ansteckung am Ende gar noch zu fördern.
Nun findet auch in St. Laurentius in Neuendettelsau mindestens bis nach Ostern kein Gottesdienst mehr statt.

Eine Kirche, die schweigt? Nein! Damit gibt sich bei Diakoneo niemand zufrieden. Haupt- und Ehrenamtliche suchen gleichermaßen nach Möglichkeiten, ein Stück vom Glauben und von der Zuversicht die dieser Glaube ins Leben bringt, auch in diesen Zeiten der Hilflosigkeit und der Verunsicherung weiterzutragen.

Diakoneo veröffentlicht im Online-Magazin und auf Facebook regelmäßig Andachten und kurze Impulsevorträge. Sie sind herzlich eingeladen: Lesen, sehen und hören Sie unsere Beiträge. Wir freuen uns auch über Ihr Feedback! #kirchedaheim

Im dritten Video sehen Sie Pfarrer Oliver Hartmann. Er ist bei Diakoneo zuständig für den pastoralen Dienst in den Kindertagesstätten. Er spricht zum Thema "Wo ist Gott?"



Seelsorge in Zeiten von Corona

Seelsorgenotruf St. Laurentius

Für besondere seelsorgerliche Anliegen wenden Sie sich bitte telefonisch an das Kirchenbüro St. Laurentius +49 9874 8-2291 oder an die Pforte des Mutterhauses +49 9874 8-2215.
Am Wochenende steht Ihnen der Seelsorgenotruf St. Laurentius zu Verfügung: +49 151 73 00 77 24.
Alternativ auch an Telefonseelsorge +49 800 111 01 11.

In Zeiten des Corona-Virus bietet das evangelische Dekanat Windsbach eine zusätzliche Telefonseelsorge an:

Ansprechpartnerin:
Pfarrerin Dörte Knoch
Telefon:  09872/ 7504
Handy: 0176/ 410 875 79

Zur Seite der Gemeinde St. Laurentius


Der Andachtstext zum Thema "Wo ist Gott" im Wortlaut:


Ich betrete ein Krankenzimmer. In der Mitte des Raumes liegt eine Frau, gezeichnet an Leib und Seele. Die nächste halbe Stunde bekomme ich große Teile ihres Lebens geschildert: Heimat, Schule, Berufsausbildung, Familiengründung und beruflicher Werdegang. Sie ist richtig erfolgreich; konnte Familie und Karriere gut unter einen Hut bekommen.


„Ich verstehe das nicht“, sagt sie. „Warum ist das so. Warum werde ich von Gott bestraft? Ich habe immer versucht, alles richtig zu machen.“


Wenn uns Schicksalsschläge treffen, dann hadern wir. Ich kann die Frau im Krankenzimmer gut verstehen. Was soll das auch? Warum nur?


Ja, wir suchen Sinn. Wir versuchen zu begreifen. Ein Ausweg ist nach einer Bestrafung zu suchen. Ja, das wäre ja dann logisch: Ich habe etwas falsch gemacht und jetzt muss ich halt leiden.


In diesen Tagen höre ich viele solcher Fragen und Antwortversuche: Wo ist Gott? Will er, dass wir leiden? Werden wir für unser Verhalten nun von Gott bestraft?


Jesus hat der Deutung von Krankheit als Strafe ausdrücklich widersprochen: „Gott will das nicht: Nicht, was den Menschen plagt, Nicht, was ihn quält, stört oder zerstört.“


Vielmehr teilt Gott das Leiden. Gott leidet mit. Jesus teilt im Kreuzestod das Schicksal vieler Menschen. Dadurch wird das Kreuz zum Zeichen. Zum Zeichen für die machtvolle Gegenwart Gottes … inmitten von Leiden und Tod.

Dadurch wird das Leiden nicht weniger. Aber es birgt ein großes Versprechen: Gott ist uns nicht fern. Er kennt unsere Qualen. Gott ist da, auch im Leiden.
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