Moderne Wohnformen für Seniorinnen und Senioren 

Seniorinnen und Senioren können mittlerweile aus einer Vielzahl an Wohn- und Betreuungsmöglichkeiten wählen. Das Angebot reicht vom Betreuten Wohnen oder Servicewohnen über Quartierskonzepte und Seniorenhausgemeinschaften bis hin zu teil- und vollstationären Wohnmöglichkeiten.

Bei Diakoneo sind die Entwicklung moderner Wohnformen und die Förderung der Selbstbestimmung bei Seniorinnen und Senioren schon immer wichtiger Aspekt der Arbeit.

Dieser Text von Maria Mohr stellt drei moderne Wohnformen vor:

  1. Im Haus am Wiesenblick in Michelfeld bei Schwäbisch Hall leben pflegebedürftige Menschen in familienähnlichen Hausgemeinschaften.

  2. In den ambulant betreuten Wohngemeinschaften in Neunkirchen am Sand (bei Nürnberg) können Menschen in familiärer Atmosphäre selbstbestimmt alt werden.

  3. Als Teil eines Projektes der Quartiersentwicklung in Schwabach bei Nürnberg werden Wohn- und Pflegeangebote geschaffen, die es pflegebedürftigen und dementen Menschen ermöglichen, eingebunden in ihr gewohntes Umfeld in Schwabach zu leben und gepflegt zu werden.


1. Soviel normaler Alltag wie möglich: Pflegebedürftige Menschen leben in Hausgemeinschaften

Hausgemeinschaften in der stationären Altenpflege
In modernen stationären Pflegeeinrichtungrn leben die Menschen in Hausgemeinschaften. © Diakoneo


Waltraud ist 84 Jahre und gebürtiges Michelfelderin. Sie ist in der Gemeinde verwurzelt, ihre Kinder und die Freundinnen leben hier. Seit längerem fällt es ihr schwer, sich allein zu versorgen und der Alltag in der Wohnung wird zum Kraftakt. Und das obwohl sie eine passionierte Hausfrau ist und ihre Kinder sowie ein Pflegedienst sie täglich unterstützen.

Nachdem Waltraud nachts in der Wohnung schwer gestürzt ist, fassen sich Tochter und Sohn ein Herz und schlagen einen Umzug in das Haus am Wiesenblick vor. Waltraud bezieht ein Zimmer in der Hausgemeinschaft „Gartenweg“ . Nebenan wohnt ihre ehemalige Arbeitskollegin und auch die Freundin aus dem Kirchenchor ist eingezogen. Sie treffen sich jetzt fast täglich zum Kaffeeklatsch. Den Kuchen haben sie in ihrer Aktivierungsgruppe selbst gebacken.


Waltrauds (fiktive) Geschichte läuft im wirklichen Leben sicher nicht immer so glatt. Tatsache ist aber, dass das Leben in familiären Hausgemeinschaften in modernen Pflegeinrichtungen für Senioren mittlerweile Standard ist. Denn:

Die Bedürfnisse der alten Menschen werden heute viel mehr wahrgenommen.
sagt Margarete Greiner. Sie leitet das Haus am Wiesenblick, das im Frühjahr 2020 eröffnet wurde.


Sie arbeitet seit über 30 Jahren in der Altenpflege und hat früher erlebt, wie  sich die Bedürfnisse der alten Menschen sich der Struktur des Heimbetriebes anpassen mussten: Die Essenszeiten richteten sich nach den Schichtzeiten des Personals, es gab festgelegte Badetage und Schlafenszeit war um sechs Uhr abends.


Doch heute gilt: „Wenn der Umzug ins Pflegeheim ansteht, sollen die Menschen nach wie vor einen Alltag leben können, der sich an ihren Gewohnheiten orientiert.“ Sprich: Sich soweit wie möglich selbst versorgen, bei der Zubereitung der Mahlzeiten mithelfen und die Tasse Kaffee am Nachmittag wie gewohnt genießen.


Die Bewohnerinnen und Bewohner können neben ihrem Einzelzimmer den großen Gemeinschaftsraum nutzen. Hier läuft die Spülmaschine, ganz normale Alltagsgeräusche füllen den Raum und die Mitarbeitenden der Hauswirtschaft freuen sich über Mithilfe.


Zimmer in einem modernen Pflegeheim für Senioren
In einer familiären Umgebung sollen die Bewohnerinnen und Bewohner soweit wie möglich ihren normaen Alltag weiterleben können. © Diakoneo/ Ufuk Arslan



Freiwillige Mithilfe wohlgemerkt. Denn nicht alle Bewohner haben mehr Spaß an der Arbeit in der Küche. Einige sagen auch „Das habe ich mein Leben lang gemacht, ich habe jetzt keine Lust mehr“ erzählt Margarte Greiner.


Wenn gerade keine Pandemie herrscht, ist auch der Austausch zwischen den Hausgemeinschaften, die jeweils 15 Plätze umfassen, gewünscht. Dann sollen zum Beispiel abends wieder Stammtische stattfinden. Oder gemeinsame Spaziergänge im Garten, Feiern und Feste mit allen Bewohnern.


Die Hausgemeinschaften haben Namen. „Es macht etwas mit den Menschen, wenn sie im Gartenweg wohnen und nicht auf Station 1“ weiß Margarete Greiner.

Mehr Informationen: Haus am Wiesenblick



2. Ambulant betreute Wohngemeinschaften: Individuelle Betreuung und Gemeinschaft

Ambulant betreute Wohngemeinscaft für Senioren
In den ambulant betreuten Wohngemeinschaften von Diakoneo können Seniorinnen und Senioren selbstbestimmt und in Gemeinschaft leben. © Diakoneo



Karl (77) lebt seit dem Tod seiner Frau allein. Die täglichen Besorgungen fallen dem rüstigen Rentner nicht schwer. Im Haushalt unterstützt ihn seine Tochter, die mit ihrer Familie am Ort lebt.
Doch seelisch geht es Karl nicht gut. Den Tod seiner Frau nach über 50 Jahren Ehe hat er nicht verwunden. Er zieht sich immer mehr zurück. Die Konzerte in seiner Heimatstadt besucht er nicht mehr und auch sein geliebter Stammtisch am Freitagabend kann ihn nicht mehr aus dem Haus locken.

Seine Tochter hat von der Möglichkeit gelesen, in Neunkirchen am Sand in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft für Senioren zu leben. Ob das eine Lösung für ihren Vater sein könnte?


Die ambulant betreuten Wohngemeinschaften bestehen aus insgesamt 20 barrierefrei gestalteten Einzel- und Doppelzimmern mit Bad und WC sowie Gemeinschaftsräumen wie Wohnzimmer und Küche. Die Räumlichkeiten gehörten zuvor zum Seniorenhof Neunkirchen am Sand, sind jetzt aber eigenständige Wohnangebote von Diakoneo. Bereits etablierte mobile Dienstleistungen des Seniorenhofs, wie Friseur oder Fußpflege, können aber auch von den neuen Mietern genutzt werden. Genauso wie das öffentliche Café im Seniorenhof.


Das Wohnkonzept sieht vor, dass Bewohner und Angehörige ein Gremium bilden, welches alle Angelegenheiten der Wohngemeinschaft nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen der Mieter organisiert. Dieses entscheidet zum Beispiel darüber, welche Pflegeanbieter oder Dienstleister beauftragt werden, ob ein neuer Mieter einzieht oder ob es eine hauswirtschaftliche Versorgung geben soll.


Fachleute von Diakoneo unterstützen die Mieter und ihre Angehörigen dabei:
„Wir möchten die Mieter begleiten und motivieren, ihre Potenziale auszuschöpfen und in die Gemeinschaft einzubringen“, sagt Manuela Füller. Sie ist die geschäftsführende Leitung der Dienste für Senioren bei Diakoneo.


Für sie sind ambulant betreute Wohngemeinschaften eine gute Möglichkeit, selbständig und in kleiner Gemeinschaft leben zu können. Die individuelle Ansprache unterstützt und kann eine lebensbejahende Einstellung fördern und erhalten. „Manche Menschen blühen in einer kleinen Gemeinschaft regelrecht auf. Oft fehlt den Menschen, die allein leben, einfach die Ansprache.“

Mehr Informationen: Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Neunkirchen am Sand



3. Wohnen, leben und gepflegt werden im heimischen Quartier



Moderne Wohnformen für Senioren im Quartier
Das Quartierskonzept vereint verschiedene Wohnformen, die individuell auf die Bedürfnisse der Bewohner zugeschnitten sind. © Diakoneo


Inge und Hans leben seit langem in Schwabach. Ihr Reihenhaus in der Waldsiedlung haben sie gemütlich eingerichtet. Doch kurz nach Hans 78. Geburtstag beginnen die Probleme: Er wird vergesslich und reagiert darauf zunehmend aggressiv. Nachts steht er auf und will das Haus verlassen. Auch tagsüber kommt er nicht zur Ruhe. Inge ist bald am Ende ihrer Kräfte. Als sie Hans schließlich überreden kann, zum Arzt zu gehen, wird eine Demenz festgestellt.
Inge muss handeln, denn klar ist: Im Reihenhaus am Stadtrand können sie nicht bleiben. Sie wollen sich nicht trennen, doch sie kann die Pflege ihres Mannes nicht allein übernehmen. Eine unlösbare Situation?
Ein Projekt im Herzen von Schwabach gibt Inge und Hans wieder Hoffnung: Ein neues Wohnquartier auf dem Gelände der ehemaligen Drei-S-Werke vereint neben vielen anderen Angeboten seniorengerechte Wohnungen und Wohngruppen für pflegebedürftige Seniorinnen und Senioren. Dort kann Inge eine seniorengerechte Wohnung beziehen. Hans zieht in eine der Wohngruppen, in der Inge ihn täglich besuchen und zu Spaziergängen abholen kann.


In dem Quartier entstehen außerdem ein Haus für Kinder mit Kinderkrippe, Kindergarten und Hort sowie Wohnplätze für Menschen mit Behinderung.

„Für Diakoneo ist es seit vielen Jahren ein Anliegen, Angebote zu schaffen, die in der Gemeinde vernetzt sind und es den Menschen ermöglichen, in ihrem vertrauten Umfeld zu bleiben.“ sagt Manuela Füller.

Dies gilt sowohl für Menschen mit Behinderung als auch für Seniorinnen und Senioren.

Tages- und Kurzzeitpflegeplätze im Quartier eröffnen Angebote für pflegende Angehörige, der Betroffene kann länger zu Hause leben, die Angehörigen sind entlastet. Das Quartier soll zur Begegnungsstätte für alle Altersklassen werden.

Außerdem geplant sind eine Cafeteria als Begegnungsstätte und ein nach außen geöffneter Veranstaltungsraum, für z.B. gemeinsame Bewegung, Kochen, offener Mittagstisch, Musizieren, Geburtstage, Feiern und Veranstaltungen. Ergänzt wird dies mit einem Wäscheservice, Essen auf Rädern und Fahrdiensten.
Somit kann eine Verbesserung der Lebensbedingungen älterer Menschen und Menschen mit Behinderung in ihrem Sozialraum erreicht werden.
Das Projekt soll Anfang 2022 fertig gestellt sein.

Die Angebote für Senioren von Diakoneo

Diakoneo ist Betreiber zahlreicher moderner stationärer Einrichtungen für Senioren in BayernBaden-Württemberg und in Polen. Außerdem ergänzen ambulante Pflegedienste, Tagespflegeeinrichtungen, Fachstellen der Beratung und alternative Wohnformen das umfangreiche Angebot von Diakoneo

Mehr erfahren über die Angebote für Senioren


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Diakoneo bietet eine breite Palette an Möglichkeiten - von vollstationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen bis hin zu Ambulant Betreutem Wohnen und Ambulanten Pflegediensten.
Diakoneo ist bekannt für sein breites Fort- und Weiterbildungsangebot sowie den Einsatz von innovativen Technologien und digitalen Hilfsmitteln zur Entlastung der Pflegekräfte. 

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09. Oktober 2020

Bei Diakoneo hat eine Virtual-Realitiy-Brille Einzug gehalten. Das Virtual-Reality-Spiel VIARRO richtet sich an Seniorinnen und Senioren insbesondere in Pflegeheimen, die nicht demenziell erkrankt sind.

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