Anpassungsqualifizierung ausländischer Pflegefachkräfte bei Diakoneo

Das im Mai 2018 eröffnete Diakoneo Seniorenzentrum Altdorf im idyllischen Nürnberger Land ist zur beruflichen Heimat von Milos Pirc und Stefan Avramovic geworden. Die beiden Serben aus der Nähe von Belgrad kamen im Mai 2019 bzw. im Januar 2020 nach Deutschland. Beide hatten in Serbien eine dreijährige Krankenpflegeausbildung erfolgreich abgeschlossen und erfuhren in ihrer Heimat von der Möglichkeit einer Bewerbung bei Diakoneo. Schnell war ihr Interesse geweckt, versprachen sie sich in Deutschland doch einen sicheren Arbeitsplatz und gute Zukunftsaussichten. Es sollte jedoch noch etwas dauern, bis alle Weichen für einen erfolgreichen beruflichen Start in Deutschland gestellt werden konnten.

Das neu gebaute Haus Pfaffental im Seniorenzentrum Altdorf wurde im Mai 2018 eröffnet. Die insgesamt drei Wohnbereiche verfügen über 102 vollstationäre Pflegeplätze - 78 Einzelzimmer und 12 Doppelzimmer. Jedes Zimmer ist mit einem eigenen Bad ausgestattet. Außerdem besteht die Möglichkeit zur Kurzzeitpflege. Zunächst konnten – mangels Fachkräften – nur zwei der drei Wohnbereiche eröffnet werden. Inzwischen steht das Haus jedoch vollständig zur Verfügung.

Interner Anpassungslehrgang für Pflegekräfte aus dem Ausland

Christa Wild, Einrichtungsleiterin im Seniorenzentrum Altdorf, erinnert sich an die Anfänge. „Wir haben ja bei Diakoneo immer Interesse an Fachkräften - auch aus dem Ausland. Im Zuge unserer Fachkräftewerbung war Manuela Füller, die geschäftsführende Leiterin des Geschäftsfelds Dienste für Senioren, 2018 in Belgrad unterwegs, um dort Diakoneo vorzustellen und serbische Fachkräfte anzusprechen. So gewannen wir mehrere Interessenten, die dann auch nach Deutschland kamen. Es hat sich aber noch über ein Jahr hingezogen bis Milos und Stefan schließlich bei uns starten konnten. Heute bieten wir bei Diakoneo einen eigenen Anpassungslehrgang für ausländische Pflegekräfte an, so dass sich die Zeiten etwas verkürzen – damals lief das noch über die Dekra. Insgesamt hat das aber alles recht gut geklappt, da wir auch intern von der Personalabteilung und der Integrationsbeauftragten unterstützt werden.“

Christa Wild, Einrichtungsleiterin
Christa Wild, Einrichtungsleiterin im Seniorenzentrum Altdorf

Welche Voraussetzungen sind nötig?

Um in Deutschland arbeiten zu können, muss man die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen, also bereits eine dreijährige Ausbildung zum Krankenpfleger oder zur Krankenpflegerin im jeweiligen Heimatland abgeschlossen haben. Dazu kommen die entsprechenden Deutschkenntnisse und natürlich auch ein Dienstvertrag und ein Visum. „In Deutschland mussten Milos Pirc und Stefan Avramovic einen Test absolvieren und bei Bestehen konnten sie das Visum beantragen, mit dem dann die Einreise möglich ist“, erklärt Christa Wild. „Alles in allem lief es aber unkompliziert. Als ich erfahren habe, dass Milos tatsächlich zu uns kommt, hatte ich noch einiges zu organisieren: die Wohnung, die Abholung am Flughafen, ein Bankkonto musste für ihn eröffnet werden und so manches mehr“, erinnert sie sich. Stefan kam dann ein halbes Jahr später nach Deutschland. Heute wohnen die beiden Serben in einer gemeinsamen Wohnung in Altdorf. Das Seniorenzentrum können sie zu Fuß in zehn Minuten erreichen. Mit dem Deutschlernen hatten sie bereits in Serbien begonnen, um sich auf den Test vorzubereiten.

Milos Pirc und Stefan Avramovic
Milos Pirc und Stefan Avramovic

Wie verlief die Einarbeitungszeit?

Die Ausbildung in Serbien ist eher theoretisch angelegt und die praktischen Kenntnisse, beispielsweise in der Grundpflege, müssen in Deutschland nachgeholt werden. „Also haben wir uns entschlossen, Milos erst einmal an allem teilhaben zu lassen. Er begleitete die Bewohnerinnen und Bewohner beim Essen, Trinken, mit dem Rollator und lernte, wie man jemanden richtig lagert und vieles mehr“, erklärt Christa Wild. Für Milos Pirc war der Anfang nicht ganz einfach. Er musste vieles erfragen und sich erst einmal trauen, auch Verantwortung zu übernehmen. Aber er war wissbegierig und ehrgeizig und so gelang die Anfangszeit. Seit Dezember 2019 arbeitet er als Fachkraft und Schichtleitung, das heißt, er hat Kontakte zu den Ärzten, kann Spritzen geben und Medikamente verteilen. „Die Einarbeitungszeit hier im Seniorenzentrum dauerte vier bis fünf Monate. Dann sind alle Abläufe bekannt und sicher. Für unsere Bewohnerinnen und Bewohner ist Milos eine echte Bereicherung. Er ist immer charmant und höflich und vor allem die älteren Damen lieben ihn“, lacht Christa Wild. Auch bei den Kolleginnen und Kollegen kommt Milos gut an. „Mit Stefan geht es ähnlich. Aber da musste ich mich selbst gar nicht mehr um so vieles kümmern. Als er kam, wusste Milos schon über so vieles Bescheid, dass er Stefan anleiten konnte“. Nach Serbien zurück zieht es die beiden nicht. Ihre Arbeit macht ihnen Freude und in Deutschland kommen sie gut zurecht.


In der Einrichtung herrscht große Zufriedenheit mit den beiden jungen Serben. Beide sind gerade mal zwanzig und bringen einiges an Pep in den täglichen Ablauf. Der Aufwand der zusätzlichen Qualifizierung mit der Anpassung an deutschen Standard hat sich gelohnt. Auch Milos und Stefan sind angekommen und blicken zuversichtlich in die Zukunft. „Eigentlich ist es hier noch besser, als wir es uns in Serbien vorgestellt hatten“, erklären sie unisono.

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