Ein Beispiel aus der Praxis: Mehr Eigenständigkeit und Lebensqualität


Am 1. April 2019 wurde das neue Diakoneo Haus Bezzelwiese in Neuendettelsau eröffnet. Bereits bei der Planung stand eine moderne technische Ausstattung im Fokus der Überlegungen. Zu der neuen Einrichtung des Hauses gehört ein innovatives Aufstehbett, mit dem die Eigenständigkeit und die Lebensqualität von Betroffenen erheblich verbessert werden kann, weil es die Möglichkeit schafft, selbständig aufzustehen.

Ulrike Englmann hat mit Claudia Kövesdy, der Leiterin, und mit Sieglinde Schock, der Wohnbereichsleiterin im Wohnbereich 1 des Haus Bezzelwiese gesprochen und sie nach den Vorteilen und dem praktischen Einsatz des Aufstehbettes gefragt.


Aufstehbett für Senioren
Das Aufstehbett trägt dazu bei, Menschen in ihrer Eigenständigkeit zu unterstützen und ihre Lebensqualität zu verbessern. © Lukas Herbert


Eigenständigkeit und Verbesserung der Lebensqualität als oberste Ziele

„Unser Ziel in der Pflege ist es ja immer auch, die Menschen, die bei uns wohnen, in ihrer Eigenständigkeit zu unterstützen und auf diese Weise zur Verbesserung ihrer Lebensqualität beizutragen. Mit dem Aufstehbett können die Betroffenen leichter mobilisiert werden und davon profitieren natürlich auch unsere Pflegekräfte“, erklärt Claudia Kövesdy.

Wie das Aufstehbett in der Praxis genutzt wird, darüber kann Sieglinde Schock berichten. „Das Aufstehbett verfügt über alle Funktionen, die ein normales Pflegebett auch hat. Man kann das Kopfteil und das Fußteil elektrisch bewegen und so den Betroffenen anders lagern. Zusätzlich hat das Bett aber eine Drehscheibe mit einem Drehmechanismus unterhalb der Matratze, so dass man sich zunächst mit dem Kopfteil aufrichten kann und dann gedreht wird und mit den Füßen auf den Fußboden kommt. Man sitzt dann im Bett wie in einem Sessel oder Rollstuhl. Der Patient oder die Patientin ist nicht mehr davon abhängig, von einer Pflegekraft ins Bett gebracht oder herausgeholt zu werden und kann sich eine gewisse Unabhängigkeit bewahren. Das setzt natürlich voraus, dass sich derjenige noch eigenständig bewegen kann“, so Sieglinde Schock. „Oft stehen die Betroffenen, wenn sie ihr Bett verlassen wollen, vor einer unsichtbaren Hürde. Sie kommen nicht recht heraus und bekommen die Füße nicht auf den Boden. Hier hilft das Bett enorm. Dabei ist es für den ganzen Körper wichtig, mit den Füßen in Bodenkontakt zu kommen und nicht nur zu liegen. Das fördert die Durchblutung, das Gleichgewicht und das Körpergefühl wird aktiviert und die Betroffenen können das Gespür für ihre Beine erhalten.


Das Aufstehbett hat viele Vorteile

Ein weiterer Vorteil des Aufstehbettes ist, dass es in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich ist und individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden kann. Es lässt sich mit verschiedenen Griffen und Halterungen versehen oder auch mit einer anderen Matratze ausstatten. Im Diakoneo Haus Bezzelwiese steht bisher erst ein Aufstehbett zur Verfügung, das von einem immobilen Bewohner genutzt wird. „Er kann das Bett allerdings selbst nicht bedienen. Aber es ist wichtig für ihn, dass er aufgesetzt werden kann. So wird seine Lunge besser belüftet, er kann besser atmen und das Sitzen im Bett ermöglicht auch eine würdevolle Besuchssituation. Normalerweise bräuchten wir zwei oder sogar drei Pflegekräfte, um jemanden aufzusetzen oder aus dem Bett zu holen. Dabei müsste derjenige gehalten und gestützt werden, was eine erhebliche Kraftanstrengung für die Pflegenden bedeutet. Mit dem Aufstehbett werden solche Tätigkeiten ohne größere Kraftanstrengung möglich, das ist eine ungeheure Erleichterung. Auch die therapeutischen Interventionen, beispielsweise Physio- und Ergotherapie werden durch so ein Aufstehbett erleichtert“, erklärt Sieglinde Schock.

„Wir haben im Haus auch Bewohnerinnen und Bewohner, die noch mobiler sind. Auch für sie wünschen wir uns solche Aufstehbetten, da die Möglichkeit, selbst aufzustehen und aus dem Bett zu kommen, erheblich zur Mobilisierung und zur Lebensqualität beitragen würde“, so Claudia Kövesdy.

Die geschäftsführende Leitung von Diakoneo Dientste für Senioren, Manuela Füller, setzt sich seit mehreren Jahren für neue und anwendbare digitale Technologien in der Pflege ein und wünscht sich mehr arbeitssparende Innovationen und mehr interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Forschung, Politik und Praxis. "Nur dann können weitere technische Lösungen in der Pflege zielführend in der Regelversorgung eingesetzt werden", davon ist sie überzeugt.


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