"Hier laufen die Fäden zusammen und man muss an alles denken!"



Unsere Helden

In der Serie "Unsere Helden" stellen wir Menschen vor, die schon im normalen Berufsalltag Höchstleistungen vollbringen. 

Sie kümmern sich jeden Tag um kranke oder alte Menschen. Sie gestalten den Alltag mit Menschen mit Behinderung und betreuen oder unterrichten Kinder. Viele entwickeln dabei kreative Ideen, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern.

 

 


Gertrud Stuhlmüller, Schulsekretärin am Laurentius-Gymnasium und der Laurentius-Fachoberschule

Gertrud Stuhlmüller, 51 Jahre, ist gelernte Bankkauffrau und war viele Jahre ihres Berufslebens in der Nürnberger Innenstadt bei einer Bank tätig, Anfang 2019 wechselte sie an die Laurentius-Fachoberschule und übernahm dort die Sekretariatsstelle. Ihre Arbeitszeit teilt sich zwischen dem Laurentius-Gymnasium, wo sie die Oberstufe betreut, und der Fachoberschule auf. „Es ist ein wunderbares Arbeiten hier“, erklärt sie. „Den Schritt aus der Bankenwelt heraus habe ich bisher keinen Augenblick bereut!“, so die Fachfrau. „Zuverlässigkeit, Gewissenhaftigkeit und ein ausgeprägtes Organisationstalent, das sind Eigenschaften, die man in der Bank genauso mitbringen sollte, wie in einem Sekretariat. Hier laufen eben die Fäden zusammen und man darf nichts vergessen.“

Durch Information Sicherheit schaffen

Auch zu „normalen“ Zeiten ist der Arbeitsplatz von Gertrud Stuhlmüller geprägt von zahlreichen Organisationsaufgaben. Das beginnt morgens mit dem Abhören des Anrufbeantworters, auf dem die Schülerentschuldigungen für den Tag auflaufen. „Die Entschuldigungen müssen den jeweiligen Lehrkräften gemeldet werden, damit festgestellt werden kann, wer unentschuldigt fehlt. Wir haben ja Schulpflicht in Deutschland, also muss die Schule das natürlich auch nachkontrollieren und gegebenenfalls Maßnahmen einleiten“, erläutert Gertrud Stuhlmüller. In Zeiten von Corona mit den Schulschließungen haben sich die morgendlichen Aufgaben allerdings sehr verändert. „Im Moment ist es natürlich nicht meine erste Aufgabe, nach fehlenden Schülern Ausschau zu halten, sondern an erster Stelle steht es, die Nachrichten des Kultusministeriums abzurufen. Dafür haben wir ein spezielles Mailprogramm. Vieles verändert sich derzeit von Tag zu Tag und die Schulen müssen schnell reagieren. Also muss ich die Nachrichten bewerten und an die entsprechenden Stellen weiterleiten. Auch gehen zahlreiche Anfragen von Eltern und Schülern ein, die alle beantwortet werden müssen. Wir wollen informieren und dadurch Sicherheit schaffen.“

In einem Schulsekretariat läuft die Hintergrundarbeit des Schulbetriebs

Für die Abschlussklassen hat die Schule am 27. April wieder begonnen. „Das erfordert natürlich eine ganze Reihe an organisatorischen Maßnahmen. Die Prüfungstermine wurden neu festgelegt und es muss einfach alles zeitnah in die Wege geleitet werden und ich darf nichts vergessen. Das alles erledige ich vom Schreibtisch aus. Ich führe zahllose Telefonate, erledige den Schriftverkehr, ordne den Rücklauf der Schulleitungen und achte darauf, dass nichts vergessen wird. Für die kommenden Abschlussprüfungen müssen zahlreiche Listen erstellt werden, Zeugnisvordrucke und Mappen bei den Lieferanten bestellt werden... Die Anmeldungen für das neue Schuljahr liegen bereits vor, da müssen auch jetzt schon die Daten erfasst werden.“

Krisenzeiten fordern kreative Lösungen

Ob sie bei dem ständigen Läuten des Telefons und dem Trubel im Großraumbüro, in dem mehrere Sekretariate untergebracht sind, nicht in Stress gerät? Gertrud Stuhlmüller lacht. Sie ist die Ruhe selbst. „Man muss eben eins nach dem anderen abarbeiten und darf nichts vergessen. Aber genau dafür ist man als Sekretärin ja auch da. Es wäre schlimm, wenn ich das nicht könnte! Es geht mir sehr gut hier. Das Arbeiten in der Krisenzeit ist ein anderes als sonst. Es gibt mehr zu überlegen, mehr zu improvisieren und es macht mir Freude, bei all den Anforderungen mitzudenken und so zur Lösung beizutragen.“

Ich bin froh, wenn der Schulbetrieb irgendwann wieder normal läuft

Aber Gertrud Stuhlmüller ist auch froh, wenn die Schülerinnen und Schüler nun langsam wieder in die Schule zurückkehren. „Was ist denn eine Schule ohne Lehrer und ohne Schüler!?“ fragt sie. „Es fühlt sich ein bisschen an wie sonst in den Ferienzeiten. Es ist im Haus wesentlich ruhiger, aber im Hintergrund spürt man doch immer diese dunkle Coronawolke.“ Unterstützung erfährt sie im guten Zusammenhalt mit den Sekretärinnen vom Gymnasium und den Schulleitungen beider Schulen. „Ich bin stolz darauf, in dieses Team zu gehören und meinen Beitrag leisten zu können.“

Ein offenes Miteinander am Arbeitsplatz ist sehr hilfreich

Ihre private Situation ließ sich erst einmal gut regeln, da ihr Mann im Homeoffice arbeiten und so die Betreuung der beiden Kinder (8 und 12 Jahre) übernehmen konnte. „Zum Glück sind die beiden recht selbständig, so dass er zuhause auch zu seiner Arbeit kommt und dennoch für die beiden da sein kann.“ Dass in der ersten Woche der Osterferien dann doch mancher Unterrichtsstoff zusammen mit der Mama nachgearbeitet werden musste, nimmt sie locker. Gertrud Stuhlmüller schätzt das offene Miteinander an ihrem Arbeitsplatz. „Wir halten zusammen und geben aufeinander Acht! So werden wir diese Krise auch bewältigen!

Ganztagsklasse am Laurentius Gymnasium Neuendettelsau

Das Laurentius-Gymnasium bietet ab der fünften Jahrgangsstufe eine gebundene Ganztagsklasse für höchstens 24 Schülerinnen und Schüler an. Für Interessierte kann im Vorfeld ein Schnuppertag vereinbart werden. Zusätzlich zu dem Unterricht der regulären 5. Klasse haben die Schüler auch:
eine Klassenleiterstunde

  • die tägliche Mittagspause mit Sport
  • den Projektunterricht "Gesunde Schule"
  • Wahlunterricht
  • Lernzeiten
  • Zusatzstunden in den Kernfächern 

Außerdem gibt es eine offene Ganztagsschule mit zahlreichen Betreuungs- und Bildungsangeboten und ein breites Wahlunterrichtsprogramm:
Mehr Informationen und Kontakt zum Laurentius Gymnasium

 

 

 


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Sandra Penno absolviert am Diakoneo Beruflichen Schulzentrum in Neuendettelsau eine Ausbildung zur Sozialbetreuerin/Pflegefachhelferin.

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Unterricht im virtuellen Klassenzimmer an der Fachakademie für Sozialpädagogik in Fürth

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Sarah Wäger war schon in der Schule klar, dass sie beruflich in den sozialen Bereich gehen möchte. Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) bei Diakoneo war für die 17-Jährige daher ein Schritt in die richtige Richtung – nicht zuletzt weil man dort interessante Menschen wie Carlos Redondo trifft. Für den 26-jährigen Spanier ist der Freiwilligendienst der Einstieg in sein neues Leben in der „zweiten Heimat“ Deutschland. Von ihren Einsatzstellen werden die beiden auch in der Corona-Krise gebraucht.

11. Mai 2020

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