Vier Kinder und ein familienfreundlicher Job


Der Wiedereinstieg in den Beruf nach der Familienphase ist für die meisten Frauen ein sehr wichtiges Thema. Bei der einen Mutter löst es Freude aus, bei der anderen Bedenken, eventuell sogar Sorgen. Welcher Job passt zu meiner neuen Lebenssituation als Mutter? Wie kann mein Kind betreut werden? Bin ich den neuen Aufgaben gewachsen? Finde ich wieder Anschluss im Kollegenkreis? Esther Jaksch hat sich dazu mit Sabine Heisler, Fachkraft im Bereich Begleitetes Wohnen bei den Diakoneo Offene Hilfen Oettingen-Wemding, unterhalten.

Sabine Heisler hat diese Fragen für sich nach und nach gelöst. Die gelernte Erzieherin und vierfache Mutter ist nach einer sechsjährigen Familienpause 2010 wieder zurück in ihren Beruf gekommen. Sie arbeitet nicht in einer Kindertagesstätte, sondern bei den Diakoneo Diensten für Menschen mit Behinderung im Bereich Begleitetes Wohnen. „Ich habe bereits 1998 ein Berufspraktikum im Bereich Wohnen absolviert und dabei festgestellt, dass mir die Arbeit mit Menschen mit Behinderung total zusagt. Manchmal muss man eben seinem Bauchgefühl folgen“, betont die Fachkraft.



Gelungene Rückkehr in den Beruf

Den Wiedereinstieg nach ihrer Tochter, ihrem Sohn und ihren Zwillingen wagte Sabine Heisler als Nachtwache bei Diakoneo Wohnen Oettingen. Sie hatte damals wirklich Angst vor dem Wiedereinstieg in den Job. Aus heutiger Sicht kann sie Entwarnung geben: „Die Sorgen haben sich als völlig unbegründet erwiesen, weil ich sehr gut eingearbeitet wurde und in der Nacht genügend Zeit hatte, mich auf den aktuellen Stand zu bringen.“ 2012 wechselte sie zu den Offenen Hilfen und ist seitdem glücklich mit ihrer beruflichen Situation. „Meinen Arbeitsbereich erlebe ich als sehr familienfreundlich. Ich kann jederzeit meine Stundenumfang an meine privaten Erfordernisse anpassen.“ Mit vier Kindern gibt es für Sabine Heisler privat genügend zu organisieren – vom Schulalltag bis zu den Freizeitaktivitäten. „Ich bin mit nur 8 Stunden eingestiegen und habe abends gearbeitet. Bei uns daheim gab es einen fliegenden Wechsel. Mein Mann ist um 16.30 Uhr heimgekommen, ich bin um 17 Uhr in die Arbeit und hatte um 21 Uhr Feierabend. Perfekt!“ Da ihr der Beruf so viel Spaß macht, wollte sie unbedingt wieder arbeiten – mit der Unterstützung ihres Mannes natürlich. „Sonst geht es gar nicht“, ergänzt sie. Die Arbeit bedeutet für sie, einen persönlichen Freiraum zu haben. Nur daheim zu sein – das wäre nichts für Sabine Heisler. Mittlerweile sind ihre Kinder zwischen 12 und 16 Jahre alt. Damit hat sich auch ihre berufliche Situation geändert: „Ich arbeite jetzt 20 Stunden, hauptsächlich vormittags und abends. Somit kann ich nachmittags für meine Kinder da sein.“

Flexibles Arbeiten mit vielfältigen Aufgaben


Auch ihre Klienten erlebt sie als sehr flexibel. Es ist ein Geben und Nehmen: Bei akuten psychischen Problemen können sie die Erzieherin jederzeit anrufen. Dafür ist es auch kein Problem, wenn sich bei ihr mal ein Termin verschiebt. Trotz geregelter Arbeitszeiten ist es kein Job, bei dem sie immer genau auf die Uhr schaut. „Wir richten uns hier schon sehr nach den Klienten. Wenn ein dringender Behördengang oder Arzttermin ansteht, bin ich natürlich da.“ Insgesamt begleitet Sabine Heisler fünf Klienten. Es ist eine sehr vielfältige und selbstständige Tätigkeit. Sie unterstützt Menschen mit geistigen, körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen, die in ihrer eigenen Wohnung leben: Die Erzieherin assistiert bei Tätigkeiten im Haushalt, berät bei zwischenmenschlichen Konflikten, übt den Umgang mit Geld oder hat einfach ein offenes Ohr. Ihre Klienten wohnen zwischen Oettingen, Wemding, Wassertrüdingen und Steinhart. Für Sabine Heisler sind es kurze Wege zur Arbeit. Berufliche Fahrten kann sie auch mit einem Dienstwagen tätigen.

„Insgesamt ist es ein wirklich sehr familienfreundliches Arbeiten. Ich erfahre viel Unterstützung, sowohl von meiner Chefin Frau Schmutterer als auch von meinen Kolleginnen.“ Ihr Team – alles erfahrene Fachkräfte – steht sich jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.


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