Heilerziehungspflege: Der perfekte Beruf für den Quereinstieg

Du suchst nach einer neuen beruflichen Perspektive und möchtest gleichzeitig etwas Sinnvolles tun? Die Umschulung zur Heilerziehungspflegehilfe bietet dir die Möglichkeit, Menschen im Alltag zu unterstützen und beruflich noch einmal neu durchzustarten.

Wir beantworten deine Fragen:

  • Welche Voraussetzungen musst du mitbringen?
  • Wie ist die Umschulung aufgebaut?
  • Was erwartet dich im Berufsalltag?
  • Welche Fördermöglichkeiten gibt es?
  • Warum ist der Beruf besonders für Quereinsteiger interessant?

Warum sich viele Menschen für die Heilerziehungspflegehilfe
entscheiden

Nicht alle finden direkt nach der Schule den passenden Beruf. Viele merken erst später, dass sie lieber mit Menschen arbeiten oder eine sinnvolle Tätigkeit ausüben möchten. Gerade in der Heilerziehungspflegehilfe sind Lebenserfahrung, Geduld und soziale Fähigkeiten besonders wichtig. Deshalb entscheiden sich auch viele Menschen nach der Familienphase oder nach mehreren Jahren im bisherigen Beruf noch einmal bewusst für diesen Weg. Die Schulleiterin Doris Sitzmann-Korn beschreibt die Mischung an den Fachschulen so:

„Die Jüngeren werden vernünftiger und die Älteren jünger“

Was macht man in der Heilerziehungspflegehilfe?

Heilerziehungspflegehelfer unterstützen Menschen mit Behinderung im Alltag und helfen dabei, ihre Selbstständigkeit zu fördern.

Zu den Aufgaben gehören unter anderem:

  • Unterstützung bei der Körperpflege
  • Hilfe im Haushalt und bei alltäglichen Aufgaben
  • Begleitung bei Freizeitaktivitäten
  • Unterstützung beim Essen oder Anziehen
  • Soziale Betreuung
  • Zusammenarbeit mit Fachkräften und Angehörigen

Die Arbeit findet zum Beispiel in Wohngruppen, - Förderstätten, Werkstätten oder ambulanten Diensten statt.

Wie läuft die Umschulung ab?

Die Ausbildung verbindet Theorie und Praxis miteinander.
Das bedeutet:

  • Unterricht an der Fachschule
  • praktische Einsätze in sozialen Einrichtungen

Während der Ausbildung lernst du unter anderem:

  • Grundlagen der Pflege
  • Pädagogik und Kommunikation
  • medizinische Grundlagen
  • Umgang mit Menschen mit Behinderung
  • Dokumentation und Organisation

In den Praxiseinsätzen sammelst du direkt Erfahrungen im Berufsalltag und wirst von Fachkräften begleitet.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Viele Umschulungen können finanziell gefördert werden, zum Beispiel durch: einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit Unterstützung durch das Jobcenter Hilfe bei Fahrtkosten oder Kinderbetreuung Teilweise erhältst du zusätzlich eine Ausbildungsvergütung.

Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung?

Nach der Ausbildung bestehen gute Chancen auf eine Übernahme, da Fachkräfte im sozialen Bereich dringend gesucht werden. Außerdem kannst du dich später weiterbilden, zum Beispiel:

  • in der Heilerziehungspflege
  • in der Praxisanleitung
  • für Leitungsaufgaben

oder in verschiedenen sozialen Fachbereichen.