Du möchtest einen Beruf, der wirklich etwas bedeutet – und suchst eine Tätigkeit, bei der du jeden Tag weißt, warum du morgens aufstehst? Die Ausbildung zur Heilerziehungspflegehilfskraft kann genau dieser Weg sein.
Wir beantworten deine Fragen:
- Wie kannst du den Weg in die Heilerziehungspflegehilfe finden?
- Wie sieht der Alltag als Heilerziehungspflegehelferin in einer Werkstatt wirklich aus?
- Welche Vorteile hat die Arbeit in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung?
- Warum ist auch ein Quereinstieg mit anderen Berufserfahrungen möglich?
Arbeiten als Heilerziehungspflegehilfskraft in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung
Diakoneo begleitet Menschen mit Behinderung in vielen Lebensbereichen – unter anderem auch in Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM). Eine dieser Einrichtungen befindet sich in Polsingen. Dort arbeitet Jeanette Frieß als Heilerziehungspflegehilfskraft und hat einen Beruf gefunden, der sie erfüllt. Jeanette Frieß begegnet Menschen mit Behinderung mit großem Respekt und echter Wertschätzung.
„Jeder Mensch ist auf seine Weise besonders. Ich bewundere, wie viele Herausforderungen manche Menschen jeden Tag meistern“
In der Werkstatt unterstützt sie Beschäftigte mit schwersten Behinderungen im Alltag und bei ihrer Arbeit. Dazu gehören pflegerische Tätigkeiten ebenso wie die Begleitung bei einzelnen Arbeitsschritten. Gemeinsam werden unter anderem Mäppchen mit Leuchtmarkern und Finelinern zusammengestellt.
Für Jeanette Frieß ist klar:
"Ich bin dafür da, dass es den Menschen gut geht"
Ihr Weg in die Heilerziehungspflege
In der Heilerziehungspflegehilfe hat Jeanette Frieß ihre Berufung gefunden – obwohl sie zunächst eine Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel absolvierte. Schnell merkte sie jedoch, dass ein sozialer Beruf besser zu ihr passt. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einem Kinder- und Pflegeheim in Wassertrüdingen machte sie die Ausbildung zur Heilerziehungspflegehilfskraft bei den Rummelsbergern in Hilpoltstein. Bereut hat sie diesen Schritt nie:
„Ich hatte noch keinen Tag, an dem ich ungern in die Arbeit gegangen bin“
Auch bei Diakoneo kann die Ausbildung zur Heilerziehungspflegehilfe an den Fachschulen in Neuendettelsau und Himmelkron absolviert werden. Viele Schüler*innen kommen über Umwege in den Beruf und bringen wertvolle Lebens- und Berufserfahrung mit. Die Altersgruppen reichen dabei von 18 bis etwa 55 Jahren – eine Mischung, die als große Bereicherung erlebt wird.
Kurz erklärt: Was ist eine WfbM?
Eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) bietet Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, am Arbeitsleben teilzuhaben. Dort erhalten sie individuelle Förderung, berufliche Bildung und passende Arbeitsangebote. Gleichzeitig werden soziale Fähigkeiten, Selbstständigkeit und persönliche Entwicklung unterstützt.
Feste Arbeitszeiten und gute Vereinbarkeit
Ein großer Vorteil der Arbeit in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung sind die geregelten Arbeitszeiten. Es gibt keinen klassischen Schichtdienst und in der Regel keine Arbeit an Wochenenden oder Feiertagen. Das erleichtert vielen Mitarbeitenden die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit. Jeanette Frieß arbeitet in Teilzeit und schätzt besonders die planbaren Arbeitszeiten sowie das gute Miteinander im Team.
Mehr als nur Unterstützung
Die Arbeit in der Heilerziehungspflegehilfe bedeutet weit mehr als Betreuung oder Pflege. Im Mittelpunkt steht die individuelle Begleitung von Menschen mit Behinderung, damit sie möglichst selbstständig und aktiv am Leben teilnehmen können. Dafür braucht es Einfühlungsvermögen, Geduld und Offenheit – aber auch Kreativität und Teamgeist. Wer gerne mit Menschen arbeitet und eine sinnstiftende Tätigkeit sucht, findet in der Heilerziehungspflegehilfe ein vielseitiges und erfüllendes Berufsfeld.
Ein Beruf mit Sinn und Perspektive
Der Bedarf an Fachkräften im sozialen Bereich wächst stetig. Einrichtungen wie Werkstätten,
Wohnheime oder Förderstätten bieten deshalb vielfältige Möglichkeiten für Berufseinsteiger,
Berufserfahrene und Quereinsteiger.
Für Jeanette Frieß steht fest, dass sie ihren beruflichen Weg wieder genauso wählen würde:
„Man bekommt unglaublich viel zurück. Die Menschen zeigen einem jeden Tag, worauf es wirklich ankommt“